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Erklärungsmöglichkeiten und Prognosen der Invasionsprozesse von Rosa rubiginosa L. (Rosaceae) in Argentinien
Projektbearbeiter:
Heike Zimmermann
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Bei der Untersuchung invasiver Gehölze kommt überregionalen Vergleichen auf Arealniveau besondere Bedeutung zu, da rein experimentelle Untersuchungen sehr zeitaufwändig und kaum in die Praxis übertragbar sind. Das geplante Forschungsvorhaben geht der Frage nach, in welchem Maße der Invasionsprozess von Rosa rubiginosa L. in Argentinien durch Adaptation ( invasiveness ) oder durch die Umwelt ( invasibility ) gesteuert werden, und vergleicht dazu neophytisch invasive bzw. nicht-invasive Populationen mit einheimischen Populationen in Deutschland und Spanien. Zur Erfassung des invasiven Potentials der Art sind deskriptive und experimentelle Untersuchungen zum Wuchs- und Reproduktionsverhalten geplant. Molekulare Marker (AFLPs) werden genutzt, um die Bedeutung der klonalen Ausbreitung abzuschätzen sowie über eine Analyse der genetischen Struktur Hinweise zur Rekonstruktion der potentiellen Ausbreitungsgeschichte der Art (z. B. Wanderungsrouten) zu erhalten. Zur Analyse der Invasibilität der Habitate werden mittels Vegetationsaufnahmen von R. rubiginosa bevorzugte Vegetationseinheiten in Argentinien identifiziert sowie durch abiotische Standortsparameter (Störungsindikatoren, edaphische/klimatische Parameter) im Heimatareal und in den Invasionsgebieten charakterisiert. Diese lokalen Untersuchungsansätze sollen durch interregionale Vergleiche, z. B. über Habitatmodelle, und durch arealkundliche und makroklimatische Daten ergänzt werden. Aus den Daten aller Skalenebenen ableitbare Vorhersagemodelle dienen schließlich dazu, mögliche zukünftige Habitate der Art großräumig zu prognostizieren.

Schlagworte

Argentinien, Fitness, Invasionsökologie, Populationsgenetik, Rosaceae
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