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Entwicklung eines Verfahrens zur fermentativen Gewinnung von Milchsäure aus Thermoquarkmolke

Projektbearbeiter:
L. Gorzki, C. Bartkowiak
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
In Deutschland fallen jährlich bei einer Produktion von 750 kt Quark und Frischkäse etwa 2240 kt Thermoquarkmolke an. Durch Einführung der Membranfiltration hat sich Labmolke in den letzten Jahren vom Abfallprodukt hin zum gefragten Rohstoff entwickelt. Gleiches gilt für Thermoquarkmolke nicht annähernd. Bisher wurde praktisch noch keine industrielle Verwertungsmöglichkeit für Thermoquarkmolke erarbeitet, so dass sie bisher ausschließlich als Schweinefutter dient Ziel des angestrebten Vorhabens ist die Entwicklung eines kostengünstigen, biotechnologischen Verfahrens zur Verwertung von Thermoquarkmolke, durch fermentative Gewinnung von Milchsäure aus Lactose. Es sollen die wissenschaftlichen Voraussetzungen geschaffen werden, dass Lactobacillen in nähr- und wuchsstoffarmer Thermoquarkmolke oder -Permeat ohne teure Supplementierungen (z.B. Hefeextrakt) optimal die Lactose fermentieren können. Dafür muss ein Weg gefunden werden, wie Milchsäurebakterien die in Thermoquarkmolke nur spärlich vorhandenen Stickstoff-Verbindungen optimal nutzen können. Die Milchsäure soll zur Steuerung in einem neuartigen Verfahren zur Biogasproduktion beim Forschungskooperationspartner im Land Sachsen-Anhalt eingesetzt werden. Weiterhin sollen mit dem geplanten Vorhaben Möglichkeiten zur Polymerisation der Milchsäure für die Entwicklung biologisch abbaubarer Verpackungsmittel untersucht werden. Milchsäure zählt zu denn essentiellen Lebensmittelzusatzstoffen und wird des Weiteren als Säuerungsmittel, Säureregulator, Konservierungsstoff, Feuchthaltemittel in Tabakwaren (Na-Lactat) eingesetzt.

Schlagworte

Fermentierung, Milchsäure, Thermoquarkmolke

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