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Charakterisierung injizierbarer in situ bildender Implantate
Projektbearbeiter:
Sabine Kempe
Finanzierung:
Haushalt;
In situ bildende Implante stellen flüssige Formulierungen dar, die sich nach Injektion in den Körper vor Ort verfestigen. Dabei wird der Arzneistoff in dem bioabbaubaren, meist polymere Trägermaterial eingeschlossen und es bildet sich ein halbfestes oder festes Depot. Vorteile gegenüber konventionellen  Implantaten sind die einfache und kostengünstige Herstellung unter Verwendung biokompatibler Lösungmittel, einfache Fertigungstechniken und unkompliziertes Scale-Up in den Produktionsmaßstab. Die  Applikation mittels Injektion unter Verwendung kleiner Injektionsnadeln ist verbunden mit der Vermeidung chirurgischer  Eingriffe zu Platzierung und Entfernung des Systems, was zu einer höheren Patientenakzeptanz führt.  Bisher ist wenig bekannt über die detaillierten Mechanismen der Implantatbildung und dem Polymerabbau in vivo und der damit verbundenen Arzneistofffreisetzung und Verteilung in das umliegende Gewebe. Mit Hilfe der neu entwickelten  nicht-invasiven Verfahren  der Elekton Spin Resonanz Spektroskopie (ESR, auch EPR) können erstmals die Implantatformung, Abbau- und Freisetzungsmechanismen in vivo in Echtzeit charakterisiert werden.  Die Gewebeverträglichkeit  und Lokalisation der gebildeten Implantate wird Mittels Magnetischer Resonanz Bildgebung (MRI) über einen längeren Zeitraum am Tiermodell untersucht. Die dadurch gewonnen Ergebnisse sollen dazu dienen die Entwicklung neuer in situ gebildeter bioabbaubarer Implantat zu optimieren.

Schlagworte

Controlled Release, ESR, In situ forming implants, MRI
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