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Bewegung einmal anders - Sturzprophylaxe und Erhalt bzw. Verbesserung von Lern- und Gedächtnisleistungen im Alter durch ostasiatische Kampfkunst
Projektbearbeiter:
Peter Emmermacher, irina Böckelmann, Dipl.-Sportw.Gerald Pliske
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Es ist bekannt, dass sich ab dem 60. Lebensjahr sich das Sturzrisiko erhöht. Ursachen liegen in der abnehmenden Muskelmasse und zusätzlichen Risiken durch Osteoporose, Sehbehinderungen, Parkinson, Demenz, Depressionen. Daraus können Hüftfrakturen als auch Oberschenkelhalsbrüche resultieren. Weiterhin stellen sich im Alter zunehmende Leistungseinbußen bei Gedächtnisleistungen (insbesondere Kurzzeitgedächtnis). Es konnte gezeigt werden, dass durch Sport (insbesondere Ausdauer) diese Defizite verringert werden können.  Es wird unsererseits angenommen, dass insbesondere durch das Erlernen neuer Bewegungstechniken ebenfalls Verbesserungen in der Motorik als auch in den Gedächtnisleistungen verzeichnet werden können.  Dass Kampfsport, insbesondere Karate, auch von älteren Menschen betrieben wird, zeigen viele Länder Ostasiens. Aber auch in Sachsen-Anhalt wird vom Deutschen Karateverband (DKV) aktuell ein Jukuren-Projekt gefördert. Tai Chi & Qi Gong wird bspw. auch mit Demenz-Patienten praktiziert (http://www.djusu.de/judjusu-jitsu-karate-2011/index.html (Zugriff am 21.06.2011) Diesbezügliche Untersuchungen an Parkinson- und Alzheimer-Patienten von Klein (2008) belegen eine erhöhte Lebensfreude der Patienten. Dass auch die Kampfsportart Karate sich positiv auf Kognition auswirkt und das Sturzrisiko verringert, konnte von Wagner (2009) auf der Grundlage einer Studie mit älteren Erwachsenen ab 50 Jahren gezeigt werden.  Kral (2009) zeigt, dass sich durch Karatetraining auch das subjektiv empfundene Wohlfühlen verbessert. Inhalt der vorliegenden Studie ist es, durch das Neuerlernen und Üben von Bewegungstechniken aus der ostasiatischen Kampfsportbereich einerseits das statische und dynamische Gleichgewicht und andererseits Gedächtnisleistungen zu verbessern. Es ist demzufolge zu überprüfen, inwiefern es möglich ist, durch ein gezieltes und altersgerechtes Erlernen vom Kampfsportelementen (insbesondere aus dem Bereich Karate) einen Beitrag zur Sturzprophylaxe zu leisten und lern- und Gedächtnisleistungen zu verbessern. Als Vergleichsgruppen dienen eine Gruppe ohne Training (Kontrollgruppe) und eine Gruppe mit "normalem" Altersfitness-Training. Untersuchungen im Rahmen von Prä- und Posttests stellen motorische Tests, Ganguntersuchungen mit Dual-Tasks, Reaktionstests und lern- und Gedächtnistests dar.

Schlagworte

Sturzprophylaxe
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