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BeMission: Die Leistungsbewertung der Third Mission von Hochschulen
Finanzierung:
Bund;
Das HoF führt zwischen 2013 und 2016 ein Forschungsprojekt durch, das im Rahmen des BMBF-Förderprogramms „Leistungsbewertung in der Wissenschaft“ gefördert wird. Leistungsbewertung in der Wissenschaft ist nichts prinzipiell Neues. Wettbewerb um individuelle fachliche Reputation und institutionelles Renommee kennzeichnet das akademische System seit alters her. Dennoch hat die Leistungsbewertung in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Mittlerweile bestimmt sie vielerorts bedeutsame Anteile der Hochschulmittel bzw. der hochschulinternen Mittelverteilung sowie der Reputation von Hochschulen. Aufgrund sich verschärfender finanzieller und demografischer Rahmenbedingungen  werden Hochschulen ihre Ausstattungsbedürfnisse jedoch allein bildungsbezogen nicht mehr rechtfertigen können. Hierfür sind Leistungen einerseits zu erbringen, andererseits plausibel darzustellen, die (a) gesellschaftliche Erwartungen bedienen, um mit Überzeugungskraft an einer etwaigen ‚demografischen Rendite‘ teilhaben zu können, und (b) mit den herkömmlichen Kernaufgaben von Hochschulen – Forschung & Lehre – gekoppelt sind, um angemessen ausgefüllt werden zu können. Gesellschaftliche Erwartungen richten sich an die Hochschulen in zweierlei Hinsicht: zum einen aktivere Kommunikation mit der Gesellschaft über Zukunftsfragen, zum anderen ein stärkeres regionales Wirksamwerden. Allerdings spielt diese “Third Mission” in der öffentlichen Wahrnehmung trotz der zuvor erwähnten Rahmenbedingungen und der mit ihr verbundenen Chancen bislang eine eher untergeordnete Rolle. Dies behindert die (weitere) Entfaltung gesellschaftsbezogener Aktivitäten der Hochschulen. Festzuhalten ist folglich eine Erfassungs- und Bewertungslücke, die geschlossen werden muss. Notwendige Bedingungen hierfür sind der Aufbau einer systematischen Leistungsdokumentation und -bewertung sowie, durch ersteres erst ermöglicht, deren Eingang in die Reputationsmechanismen der Hochschule. Dies erfordert (a) eine sachangemessene Systematisierung dessen, was im Rahmen der Third Mission geleistet werden kann und sollte, und (b) ein geeignetes, d.h. insbesondere ein nicht zusätzlich bürokratisierendes Berichterstattungsformat für die Third Mission-Aktivitäten.

Schlagworte

Demografie, Forschungs- und Wissenstransfer, Gesellschaftliches Engagement, Hochschulen, Institutionelle Entwicklung, Region, Third Mission, Weiterbildung, demografischer Wandel
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