Gewebsspezifische Mechanismen der Interaktion von intraepithelialen Mastzellen und Epithelzellen und deren Relevanz für die Funktion der mukosalen Barriere in Homöostase und Entzündung
Projektleiter:
Prof. Dr. Anne Dudeck , Dr. rer. nat. Julia Boehme
Finanzierung:
Mastzellen (engl. mast cells, MC) sind gewebeständige Immunzellen,
die für die Einleitung und Aufrechterhaltung von Immunreaktionen auf
verschiedene exogene sowie endogene Reize von entscheidender
Bedeutung sind. Intraepitheliale mukosale MCs (ieMMCs) sind eine
spezialisierte MC-Untergruppe, die ausschließlich in den
Epithelschichten der Schleimhaut lokalisiert ist, und somit eine
entscheidende Rolle für die Epithelzellfunktion und mukosale
Immunität spielen könnte. Bislang sind die gewebespezifischen
Mechanismen der Interaktion zwischen ieMMCs und Epithelzellen
sowie die physiologischen Folgen noch nicht hinreichend untersucht.
In diesem Projekt wollen wir daher die Anzahl der ieMMCs, ihre
genaue anatomische Lokalisierung und Organisation sowie die
Mechanismen der intraepithelialen Anheftung und der zellulären
Interaktion mit Epithelzellen (z. B. physische Interaktion, MC-Granula
und/oder lösliche Mediatoren) in verschiedenen Schleimhautgeweben
(Darm, Lunge, Harnblase) unter physiologischen Bedingungen und
bei Entzündungsreaktionen bestimmen (Ziel 1). Dazu werden
innovative Bildgebungsverfahren (z. B. optisches Clearing und
Lichtblattmikroskopie des gesamten Organs, sowie hochauflösende
und multiparametrische Bildgebung) in neuartigen transgenen Mcpt1-
basierten und somit MMC-spezifischen Reportermodellen
durchgeführt. Wir werden insbesondere die heterotypischen Zell-Zell-
Interaktionen zwischen ieMMCs und EpCs untersuchen, inwiefern
sich diese Zellen durch ihre Interaktion gegenseitig beeinflussen und
wie sich dieses Zusammenspiel während einer Entzündungsreaktion mechanistisch verändert. Zudem soll die gewebespezifische Rolle
von ieMMCs für die epitheliale Integrität, Funktionalität, Immunität und
Geweberegeneration in Homöostase und bei Infektion/Entzündung
untersucht werden (Ziel 2). Dafür werden in vivo-Modelle für
epitheliale Schädigung (Influenza-Pneumonie und C. rodentiuminduzierte
Kolitis) in MMC-defizienten Mausmodellen eingesetzt, um
die Rolle der ieMMCs für die Epithelfunktion von Lunge und Darm auf
Einzelzellebene zu untersuchen (durch Charakterisierung
phänotypischer, funktionaler, transkriptioneller und metabolischer
Anpassungen der Epithelzellen). Ergänzende Analysen der Barriere-
Integrität, Epithelschädigung und der Geweberegenerations- und -
remodellierungsprozesse unter Verwendung dieser Modelle werden
Aufschluss über die Rolle der ieMMCs auf Gewebeebene geben.
Diese Studien werden durch komplexe in vitro-Analysen ergänzt, bei
denen MMCs aus den verschiedenen mukosalen Geweben mit
Epithelzellen ko-kultiviert werden, um die Mechanismen und die
Bedeutung einzelner Interaktionsfaktoren genauer zu untersuchen.
die für die Einleitung und Aufrechterhaltung von Immunreaktionen auf
verschiedene exogene sowie endogene Reize von entscheidender
Bedeutung sind. Intraepitheliale mukosale MCs (ieMMCs) sind eine
spezialisierte MC-Untergruppe, die ausschließlich in den
Epithelschichten der Schleimhaut lokalisiert ist, und somit eine
entscheidende Rolle für die Epithelzellfunktion und mukosale
Immunität spielen könnte. Bislang sind die gewebespezifischen
Mechanismen der Interaktion zwischen ieMMCs und Epithelzellen
sowie die physiologischen Folgen noch nicht hinreichend untersucht.
In diesem Projekt wollen wir daher die Anzahl der ieMMCs, ihre
genaue anatomische Lokalisierung und Organisation sowie die
Mechanismen der intraepithelialen Anheftung und der zellulären
Interaktion mit Epithelzellen (z. B. physische Interaktion, MC-Granula
und/oder lösliche Mediatoren) in verschiedenen Schleimhautgeweben
(Darm, Lunge, Harnblase) unter physiologischen Bedingungen und
bei Entzündungsreaktionen bestimmen (Ziel 1). Dazu werden
innovative Bildgebungsverfahren (z. B. optisches Clearing und
Lichtblattmikroskopie des gesamten Organs, sowie hochauflösende
und multiparametrische Bildgebung) in neuartigen transgenen Mcpt1-
basierten und somit MMC-spezifischen Reportermodellen
durchgeführt. Wir werden insbesondere die heterotypischen Zell-Zell-
Interaktionen zwischen ieMMCs und EpCs untersuchen, inwiefern
sich diese Zellen durch ihre Interaktion gegenseitig beeinflussen und
wie sich dieses Zusammenspiel während einer Entzündungsreaktion mechanistisch verändert. Zudem soll die gewebespezifische Rolle
von ieMMCs für die epitheliale Integrität, Funktionalität, Immunität und
Geweberegeneration in Homöostase und bei Infektion/Entzündung
untersucht werden (Ziel 2). Dafür werden in vivo-Modelle für
epitheliale Schädigung (Influenza-Pneumonie und C. rodentiuminduzierte
Kolitis) in MMC-defizienten Mausmodellen eingesetzt, um
die Rolle der ieMMCs für die Epithelfunktion von Lunge und Darm auf
Einzelzellebene zu untersuchen (durch Charakterisierung
phänotypischer, funktionaler, transkriptioneller und metabolischer
Anpassungen der Epithelzellen). Ergänzende Analysen der Barriere-
Integrität, Epithelschädigung und der Geweberegenerations- und -
remodellierungsprozesse unter Verwendung dieser Modelle werden
Aufschluss über die Rolle der ieMMCs auf Gewebeebene geben.
Diese Studien werden durch komplexe in vitro-Analysen ergänzt, bei
denen MMCs aus den verschiedenen mukosalen Geweben mit
Epithelzellen ko-kultiviert werden, um die Mechanismen und die
Bedeutung einzelner Interaktionsfaktoren genauer zu untersuchen.
Anmerkungen
Projekt im DFG Schwerpunktprogramm 2493 'Heterotypische Zell-Zell-Interaktionen in epithelialen Geweben (HetCCI)'
Kooperationen im Projekt
Kontakt
Prof. Dr. Anne Dudeck
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Molekulare und Klinische Immunologie
Leipziger Str. 44
39120
Magdeburg
Tel.:+49 391 6715382
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