Räumliche Organisation von Prozessen kollektiver Identität (der Fall der Berliner linken Szene )
Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Tatiana Golova
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Im Rahmen der Dissertation wurde ein theoretischer Entwurf vorgeschlagen, mit dessen
Hilfe räumliche Mechanismen der Konstitution kollektiver Identitäten in sozialen Bewegungen erfasst werden können. Dafür wurden bewegungs- und raumsoziologische Konzepte auf der Grundlage des Strukturierungsansatzes in Giddens` Variante verknüpft. Die Grundannahme war, dass die Räume und die geteilten Wir-Definitionen (also kollektive Identitäten) beide im Alltagshandeln von Bewegungsakteuren (re)produziert werden. Der Entwurf wurde empirisch am Fallbeispiel der Berliner ?linken Szene? überprüft. Die Praxis kollektiver Identität in der ?linken Szene? als Bewegungsmilieu wurde in einer ethnographisch orientierten Feldforschung mit Hilfe kombinierter explorativ-interpretativer Verfahren (teilnehmende Beobachtung, Frame-Analyse, qualitative leitfadengestützte Interviews) untersucht. Dies ermöglichte nachzuvollziehen, wie die Konstitution und Reproduktion alltäglicher sowie episodischer Räume in der Bewegungspraxis passiert und wie dadurch die kollektiven Identitäten konstruiert werden. Das theoretische und methodische Design hat sich bewährt. Der ursprüngliche Entwurf wurde allerdings differenziert und erweitert: eine stärkere Berücksichtigung fanden u.a. das emotionale und körperliche Engagement der Aktivisten, die Multiplizität räumlicher Konstruktionen und der ?verinselte? Charakter symbolischer Räume eines Bewegungsmilieus.
Erste Veröffentlichungen:
2006: Golova, Tatiana: Raum-zeitliche Ordnungen linker Identität. In: Krause, B. et al. (Hg.) Chronotopographien : Agency in ZeitRäumen. Frankfurt/Main: Peter Lang, S.161-172
Hilfe räumliche Mechanismen der Konstitution kollektiver Identitäten in sozialen Bewegungen erfasst werden können. Dafür wurden bewegungs- und raumsoziologische Konzepte auf der Grundlage des Strukturierungsansatzes in Giddens` Variante verknüpft. Die Grundannahme war, dass die Räume und die geteilten Wir-Definitionen (also kollektive Identitäten) beide im Alltagshandeln von Bewegungsakteuren (re)produziert werden. Der Entwurf wurde empirisch am Fallbeispiel der Berliner ?linken Szene? überprüft. Die Praxis kollektiver Identität in der ?linken Szene? als Bewegungsmilieu wurde in einer ethnographisch orientierten Feldforschung mit Hilfe kombinierter explorativ-interpretativer Verfahren (teilnehmende Beobachtung, Frame-Analyse, qualitative leitfadengestützte Interviews) untersucht. Dies ermöglichte nachzuvollziehen, wie die Konstitution und Reproduktion alltäglicher sowie episodischer Räume in der Bewegungspraxis passiert und wie dadurch die kollektiven Identitäten konstruiert werden. Das theoretische und methodische Design hat sich bewährt. Der ursprüngliche Entwurf wurde allerdings differenziert und erweitert: eine stärkere Berücksichtigung fanden u.a. das emotionale und körperliche Engagement der Aktivisten, die Multiplizität räumlicher Konstruktionen und der ?verinselte? Charakter symbolischer Räume eines Bewegungsmilieus.
Erste Veröffentlichungen:
2006: Golova, Tatiana: Raum-zeitliche Ordnungen linker Identität. In: Krause, B. et al. (Hg.) Chronotopographien : Agency in ZeitRäumen. Frankfurt/Main: Peter Lang, S.161-172
Anmerkungen
abgeschlossenes Dissertationsprojekt. Kontaktadresse: t_golova(at)gmx(dot)net
Schlagworte
Alltag, Berlin, Bewegungsnetzwerk, Diskursanalyse, Emotionen, Feldforschung, Körperlichkeit, Raum, Stadt, Strukturierungsansatz, Szene, ethnographische Forschung, kollektive Identität, politische Linke, qualitative Interviews, radikale Linke, soziale Bewegungen, teilnehmende Beobachtung
Kontakt
apl. Prof. Dr. habil. Heiko Schrader
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Humanwissenschaften
Institut II: Gesellschaftswissenschaften
Universitätsplatz 2
39016
Magdeburg
Tel.:+49 391 6756531
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