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Leipziger Str. 44

39120

Magdeburg

Tel.:+49 391 6715338

stephan.fricke@med.ovgu.de

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Prof. Dr. Stephan Fricke

Was wäre, wenn wir bisher unheilbare Krankheiten nicht nur lindern, sondern direkt an ihrem Ursprung aufhalten bzw. heilen könnten? Zell- und Gentherapien eröffnen genau diese Perspektive: Sie können gezielt in die Steuerung eines fehlgeleiteten Immunsystems eingreifen und verschaffen Ärztinnen und Ärzten neue Möglichkeiten, etwa Krebs und Autoimmunerkrankungen wirksam zu behandeln. Mit der Berufung von Prof. Dr. med. Stephan Fricke auf die W3-Professur für Klinische Immunologie und Zelltherapeutika stärkt die Universitätsmedizin Magdeburg ihre Position in einem der zukunftsweisendsten Bereiche der modernen Medizin.

Profil • Service

Vita

Prof. Dr. med. Stephan Fricke, geboren in Leipzig, studierte Humanmedizin an der Universität Leipzig und promovierte dort 2007. Nach Stationen am Universitätsklinikum Leipzig und am Translationszentrum für Regenerative Medizin habilitierte er sich 2015 im Fach Innere Medizin und Immunologie. Seit 2016 war er am Klinikum in Chemnitz, zuletzt als geschäftsführender Oberarzt in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie, tätig. Internationale Erfahrung sammelte er 2021 an der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, USA. Im Jahr 2024 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden bestellt. Seit 2006 ist Prof. Fricke zudem am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig tätig und leitet seit 2019 die Abteilung für Zell- und Gentherapieentwicklung.

Prof. Fricke ist Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Hämatologie und Onkologie, Fachimmunologe der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) sowie ärztlicher Psychotherapeut (fachgebunden) und besitzt die Zusatzbezeichnung Immunologie. Damit verbindet er klinische Expertise in der Behandlung von Krebs- und Immunerkrankungen mit psychotherapeutischer Kompetenz.

Expertenprofil

Ein Schwerpunkt von Prof. Fricke ist die Entwicklung und Optimierung der Produktionsprozesse von Arzneimitteln für neuartige Therapien (ATMPs), etwa sogenannte CAR-T-Zellen. Dabei handelt es sich um gentechnisch veränderte Immunzellen, die in der Lage sind, Tumorzellen oder andere krankheitsauslösende Zellen gezielt zu erkennen und zu zerstören. Diese Therapie wird bisher insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit speziellen Leukämien oder Lymphomen eingesetzt, für die herkömmliche Behandlungsverfahren häufig nicht mehr wirksam sind. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen entwickelt Prof. Fricke zudem neue Verfahren, um schwerwiegende Immunkomplikationen nach Zelltransplantationen zu verhindern oder Autoimmunerkrankungen wirksamer therapieren zu können.

Serviceangebot

Die Arbeitsgruppen von Prof. Fricke erforschen und entwickeln zell- und gentherapeutische Technologien und realisiert die Überführung von Herstellungsprozessen aus einem experimentellen Stadium in GMP-konforme Verfahren.
Der Fokus liegt auf antigenspezifischen T-Zellen, CAR-T-Zellen, CAR-NK-Zellen, Dendritischen Zellen, Mesenchymalen Stromazellen und Tissue Engineering Produkten.
Die aufeinander aufbauenden Kompetenzen umfassen Forschung und Entwicklung, präklinische Evaluierung sowie GMP-Prozessentwicklung für Zell- und Gentherapien bis hin zum Transfer in pharmazeutische Herstellungsprozesse. Dabei können Herstellungsparameter sowie Qualitätskontrollen flexibel und kosteneffizient getestet und optimiert werden.
In allen Entwicklungsstadien werden sowohl neue Technologien (u.a. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Automatisierung), wie auch klinisch relevante Anwendungsaspekte berücksichtigt.
Darüber hinaus können in Kooperation mit GMP-Herstellungseinheiten Biomoleküle wie Antikörper, Proteine, Enzyme und zukünftig auch virale Vektoren in pharmazeutischer Qualität produziert werden. Nach erfolgreicher Prozessoptimierung können klinische Prüfmuster bis zur Zulassung weiter begleitet werden.