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Für besondere Leistungen in Forschung und Lehre geehrt
Für besondere Leistungen in Forschung und Lehre geehrt
von Sandra Michme

Die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verleiht den Titel der „außerplanmäßigen Professur“

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat erneut an zwei Privatdozenten den Titel „außerplanmäßiger Professor” (APL) an der Medizinischen Fakultät verliehen. Der Titel wird von der Universität Magdeburg an Habilitierte vergeben, die sich in Forschung und Lehre nach Ansicht der Fakultät hervorragend bewährt haben.
 
PD Dr. med. Christian Michael Groß, Johanniter Krankenhaus Stendal
seit 22.11.2025 APL-Professor

Zur Person:
PD Dr. med. Christian Michael Groß, Jahrgang 1962, studierte Medizin an der Freien Universität Berlin, wo er auch promovierte und habilitierte. Nach Stationen im Deutschen Herzzentrum Berlin und in der Grundlagenforschung am Max-Delbrück-Centrum Berlin war er an der Charité-Universitätsmedizin Berlin als stellvertretender Krankenhausdirektor sowie Leiter der Herzkatheterlabore und der Sektion kardiovaskuläre Medizin tätig. Seit 2016 ist der Facharzt für Kardiologie, Angiologie und Innere Medizin Chefarzt der Fachbereiche Kardiologie, Angiologie und Rheumatologie am Johanniter-Krankenhaus Stendal und seit 2019 zudem stellvertretender Ärztlicher Direktor. Er ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler kardiologischer Fachgesellschaften.
 
Dr. Groß konzentriert sich auf die Versorgung von Herzpatientinnen und Herzpatienten, insbesondere Herzinsuffizienz und akute Koronarsyndrome, und entwickelt dabei innovative Versorgungsformen, etwa telemedizinische Betreuung für Patientinnen und Patienten in ländlichen Regionen. Ein zentrales Projekt ist das HF-NET-Altmark, das die Fernbetreuung von Herzinsuffizienz-Patienten unabhängig von ihrem individuellen Krankheitsprofil ermöglicht. Außerdem untersucht er funktionelle Mitralklappeninsuffizienz, neue Biomarker zur Abschätzung des Herzschadens und den Einfluss der Entfernung vom Telemedizin-Zentrum auf die Versorgungsqualität. Parallel arbeitet er an der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten und der Implementierung bundesweit beispielhafter telemedizinischer Versorgungsnetzwerke.

PD Dr. med. Belal Neyazi, Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg 
seit 19.11.2025 APL-Professor

Zur Person: 
PD Dr. med. Belal Neyazi, Jahrgang 1982, studierte Soziologie an der Universität Bielefeld und Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, wo er auch promovierte. Seine Facharztausbildung absolvierte er an der Medizinischen Hochschule Hannover sowie am KRH Klinikum Nordstadt in Hannover, wo er seit 2018 als Oberarzt tätig war. Seit 2019 ist er an der Universitätsklinik für Neurochirurgie Magdeburg in leitender Funktion tätig. Die Habilitation erfolgte 2021 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; ebenfalls seit 2019 ist er Lehrbeauftragter der Klinik.
 
Dr. Neyazi beschäftigt sich schwerpunktmäßig sowohl in der klinischen Versorgung als auch wissenschaftlich mit Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn, insbesondere mit der Einschätzung, wann kleine Aussackungen an Gefäßen (Aneurysmen) reißen könnten. Dabei nutzt er moderne Methoden wie Künstliche Intelligenz und computergestützte Simulationen, um das Risiko besser vorherzusagen. Ergänzend untersucht er entzündliche Prozesse in Gefäßwänden und spezielle Signalwege bei arteriovenösen Fehlbildungen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Verbesserung der neurochirurgischen Ausbildung: Er entwickelt praxisnahe Trainingsmodelle, darunter Virtual-Reality- und Phantommodelle, und leitet deutschlandweit anerkannte Fortbildungskurse für Assistenzärzte.
 
Hintergrund:
In Sachsen-Anhalt wird die „außerplanmäßige Professur“ auf der Grundlage von § 48 Abs. 3 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) verliehen. Vorausgesetzt wird, dass ein Privatdozent oder eine Privatdozentin vor der Ernennung in der Regel vier Jahre erfolgreich in Lehre und Forschung tätig war.