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Weltwirtschaftsregieren (Global Economic Governance) im Welthandelssystem durch GATT und WTO Handelsrunden
Projektbearbeiter:
Danko Knothe, David Kabus, Daniel Müller
Finanzierung:
Haushalt;
Das Projekt erforscht globale Strukturen und deren Steuerung (Global Economic Governance). Kluge Handelsmacht im Welthandelsregime GATT/WTODas Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT und die Welthandelsorganisation WTO wurden häufig als bewährte, aber schwache Arenen der Governance des Welthandelsystems eingestuft. Das komplizierte Entscheidungssystem ein Land eine Stimme, ob groß oder klein - ist meist als notorische Schwäche des Welthandelsregimes bewertet worden. Die Geschichte des GATT mit seinen Liberalisierungs- und Ordnungsleistungen und die Regimeerweiterung hin zur WTO stehen in eindeutigem Widerspruch zur Schwächeerwartung. Ein schwaches Regime aus nunmehr 148 formal gleichberechtigten, disparaten Mitgliedsstaaten kann also durchaus starke Ergebnisse produzieren. Das deutet auf ein kleines Governancewunder hin, das kluge Handelsmacht anzeigt. Diese Leistung war im GATT von den USA und der EG in einem zänkischen Duopol erbracht worden. Die atlantisch geprägte Gruppenhegemonie hat in Hinterzimmern mühsam, aber erfolgreich immer wieder Handelsrunden zu Ende gebracht, die aussichtslos vor sich hin zu dümpeln drohten. Mit der aktuellen Doha-Runde der WTO wird versucht diese mühsame Erfolgsgeschichte fortzusetzen. Die Beteiligung von führenden Schwellen- und Entwicklungsländern an einer erweiterten informellen Führungsgruppe hat den Kooperationsanreiz für neue aufstrebende Handelsstaaten erhöht.

Schlagworte

Entwicklungsland, Global Economic Governance, Handelsrunde, Kooperation, WTO, Welthandel, Welthandelssystem, Wertekodex
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