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Wandel akademischer Bildung (1950-2005)
Projektbearbeiter:
Robert Reisz
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Im Projekt soll der Wandel akademischer Bildung mit Blick auf Deutschland (Bundesrepublik und DDR) in einer Längsschnittanalyse (1950-2005) empirisch analysiert werden. Erstens werden Verschiebungen innerhalb der Gesamtheit der Studienfächer untersucht, die im Untersuchungszeitraum an den Hochschulen angeboten wurden. Es geht dabei um das Erscheinen und das Verschwinden von Fächern sowie um die Entwicklung der Proportionen zwischen den Fächern. Zweitens soll die Frage beantwortet werden, in welchem Zusammenhang diese Verschiebungen mit der gesellschaftlichen Entwicklung stehen und zwar: (a) mit der Inklusion von Personen und spezifischen Personengruppen ins Hochschulsystem, (b) mit der Hochschulpolitik, © mit dem Wandel des Beschäftigungssystems und (d) mit innerwissenschaftlichen Entwicklungen. Die entsprechenden Analysen arbeiten u.a. mit Daten, die in Datenhandbüchern zur deutschen Bildungsgeschichte vorliegen, mit Datensätzen, die vom Statistischen Bundesamt und dem Forschungsdatenzentrum der Bundesagentur für Arbeit bezogen werden, sowie mit Datensätzen, die in vorangegangenen eigenen Längsschnittstudien zur Hochschulentwicklung aufgebaut wurden. Analysiert werden die Daten vor allem anhand fortgeschrittener Regressionsmodelle. Theoretisch geht es dabei um die Bildungsvorstellungen, die in den Verschiebungen der Fächerstruktur zum Ausdruck kommen und um die Frage, wie diese in den gesellschaftlichen Kontext eingebunden sind. Das Projekt ist Bestandteil eines internationalen Kooperationsvorhabens zur Erforschung des Wandels der Hochschulbildung.

Schlagworte

Hochschule, Qualifikation, akademische Bildung
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