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Verbundprojekt Phytoremediation von kontaminierten Auenböden im Wolga-Einzugsgebiet, Teil Auenhydrologie und Schadstofffreisetzungsmechanismen
Finanzierung:
Bund;
Es ist bekannt, dass vor allem Flussauen, bedingt durch Hochwasserereignisse, mit Schadstoffen kontaminiert sind. Während in den letzten Jahren Fortschritte bezüglich der Identifikation von belasteten Arealen innerhalb der Auen erzielt wurden, fehlt es nach wie vor an Strategien und praktikablen technologischen Lösungen zur Sanierung von belasteten Standorten. Als aussichtsreiches Verfahren zur Problemlösung wird die Phytoremediation angesehen. In Europa ist in mehreren Labor- und Gefäßexperimenten die grundsätzliche Möglichkeit der Dekontamination von schadstoffbelasteten Böden durch den Anbau schnell wachsender Baumarten gezeigt worden. Grundlagenforschung führte zur Verfahrensoptimierung durch Inokulation der Bäume mit Ektomycorrhizapilzen und Helferbakterien. Jedoch ist die Effizienz der Phytoremediation, einschließlich technologischer Fragen der energetischen Holzverwertung noch nie in Freilandexperimenten unter praxisnahen Bedingungen gezeigt worden.  Deshalb besteht die Zielstellung, im Rahmen eines deutsch-russischen Forschungsprojektes mit interdisziplinären Partnern in situ Versuche zur Bodensanierung mit auentypischen Gehölzen (vor allem Weiden und Pappeln) an belasteten Standorten im Einzugsgebiet der Wolga und ergänzend in der Elbaue durchzuführen. Integraler Bestandteil dieses Vorhabens sollen auch technisch-technologische Untersuchungen zur verfahrenstechnischen Konzipierung und Bewirtschaftung dieser Plantagen sowie zur energetischen Nutzung des Holzaufwuchses einschließlich der Entsorgung der dabei anfallenden Reststoffe sein.

Schlagworte

Areal, Flussauen, Hochwasser, Plantagen, Reststoffe, Schadstoffe, dekontaminiert, kontaminiert
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