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Untersuchungsmethoden in der interaktionsorientierten Dolmetschforschung
Finanzierung:
Haushalt;
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Verfeinerung von Untersuchungsmethoden im Bereich der empirischen Dolmetschforschung, insbesondere für das Gesprächsdolmetschen in fachlich orientierten Face-to-Face-Situationen. Auf der Grundlage von sprachenpaarübergreifenden Analysen von Gesprächen mit Dolmetschbedarf aus verschiedenen Settings (Wirtschaft, Technik, Medizin) wird geprüft, wie mit gesprächsanalytischen Methoden die Interaktionskompetenzen der Beteiligten rekonstruiert werden können, so dass empirisch fundierte Aussagen über typische kommunikative Aufgaben der Beteiligten, insbesondere der dolmetschenden Person, möglich werden. Die Ergebnisse der Analysen des verbalen und nonverbalen Verhaltens (Grundlage: Ton- und Videodaten; Transkriptionen) leisten einen Beitrag zur theoretisch-empirischen Fundierung der Angewandten Gesprächsforschung und der Dolmetschwissenschaft. Weiterhin sind die Ergebnisse für die Entwicklung didaktischer Konzepte im Bereich des Fachdolmetschens nutzbar.
Die bisher vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass Dolmetscher/innen in der Praxis eine durchweg aktivere Rolle übernehmen, als bisher in der vom "Neutralitätsmythos" geprägten Dolmetschtheorie und -didaktik angenommen wurde, und dass sich alle Beteiligten intuitiv auch an den "institutionellen" Anforderungen des jeweiligen Aktivitätstyps (u.a. Fachschulung, Messegespräch, medizinisches Aufklärungsgespräch) orientieren, damit die Kommunikation erfolgreich verläuft.
Geplante Anwendungen der Projektergebnisse bzw. Einsatzkonzept:Konzeption und Durchführung von Trainingseinheiten (einschließlich Evaluation curricularer Inhalte) in der Aus- und Weiterbildung von Fachdolmetscher/innen (Lautsprachen- und Gebärdensprachdolmetschen).

Schlagworte

Dolmetschen, Gespräch, Interaktion, Sprache, Transkription
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