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Untersuchungen zur Bedeutung des zellspezifischen Transkriptionsfaktors Ptf1a bei der Retinogenese
Projektleiter:
Finanzierung:
Bund;
Zur Untersuchung des zellspezifischen Transkriptionsfaktors Ptf1a (pancreas-specific transcription factor 1a) hat unsere Arbeitsgruppe mit Hilfe der homologen Rekombinationstechnik in embryonalen Stammzellen (ES) eine Mauslinie generiert, die anstelle des endogenen Ptf1a Gens eine Cre-Rekombinase exprimiert (Ptf1a-Cre). Eine zweite Mauslinie (Gt(ROSA) 26Sortm1Sor (R26R)) wurde kommerziell erworben. In allen Zellen der R26R Mauslinie kann das Gen lacZ (beta-Galaktosidase) nach Deletion einer mit loxP-flankierten Stopkassette aktiviert werden. Die Verpaarung dieser beiden Mauslinien führt im Falle einer Expression der Cre-Rekombinase zur Aktivierung von beta-Galaktosidase, die nach spezifischer Anfärbung effizient detektiert werden kann. Unter Anwendung dieser Cre-loxP-Methode konnten wir erstmals die Expression von Ptf1a in der Retina von Mäusen ab dem Embryonaltag 14,5 (E14,5) nachweisen, die bislang nur für die Bauchspeicheldrüse und das Rückenmark beschrieben war. Weiterhin konnten wir in der Retina von Ptf1a homozygot Null-Mutanten (Ptf1a-Cre/Cre) im Vergleich zu Wildtyp Mäusen eine massive Dysmorphognese mit völligem Fehlen von neuroretinalen Zellen (Amakrine Zellen und Ganglienzellen) zeigen. Die retinalen Veränderungen sollen im beantragten Projekt nun ultrastrukturell genauer charakterisiert werden. Der Vergleich der differentiellen Gen-Expression mittels cDNA-Arrays in der Retina von Ptf1a homozygot Null-Mutanten im Vergleich mit Wildtyp Mäusen soll weiteren Aufschluss über die Funktion von Ptf1a geben. Außerdem wollen wir mit Hilfe der Cre-loxP-Methode herausfinden, ob Ptf1a außer in der Bauchspeicheldrüse und der Retina noch in anderen Organsystemen eine Bedeutung zukommt.
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