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Studien zum Einfluss lokaler Strukturregionen auf die Stabilität von Phospholipase A2
Projektbearbeiter:
Knut Kölbel
Finanzierung:
Land (Sachsen-Anhalt) ;
Die in der Natur ubiquitär vorkommenden Phospholipasen werden schon seit einiger Zeit für verschiedene Phospholipidtransformationen im Labor- und Industriemaßstab benutzt. Noch kaum Gebrauch gemacht wurde auf dem Sektor der enzymatischen Phospholipidtransformation bisher von dem Einsatz rekombinanter Phospholipasen, obwohl sich in anderen Bereichen der industriellen Enzymologie die Ausnutzung der Vorteile rekombinanter Enzyme schnell durchgesetzt hat. Motiviert durch das seitens der Industrie gegebene Interesse, die bisher zur Gewinnung von Lysophospholipiden verwendete Phospholipase A2 aus Schweinepankreas (pPLA2) durch eine PLA2 nicht-tierischer Herkunft bzw. einer rekombinanten Form des Enzyms zu ersetzen, wurde in der Arbeitsgruppe ein Verfahren zur Gewinnung einer rekombinanten PLA2 entwickelt. Es basiert auf einem synthetisch hergestellten Gen der PLA2, das dem der PLA2 aus der Honigbiene entspricht und in E. coli in Form von Inclusion bodies exprimiert wird. Das Enzym wird durch Renaturierung aus diesen in hohen Ausbeuten erhalten. Zielstellung des vorliegenden Promotionsvorhabens ist es, die Stabilität des rekombinanten Enzyms mit der Stabilität des entsprechenden kommerziell erhältlichen Wildtypenzyms, das einen Glykosylrest trägt, zu vergleichen. Des weiteren soll die konventionelle pPLA2 in den Vergleich einbezogen werden. Dabei soll unter Nutzung von Methoden der limitierten Proteolyse und der 1H-NMR, kombiniert mit H/D-Austausch, insbesondere die Bedeutung lokaler Strukturbereiche für die Stabilität der Enzymmoleküle herausgearbeitet werden.

Schlagworte

Entfaltung, Phospholipase A2, Stabilität
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