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Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1945-1990
Finanzierung:
Haushalt;
Von 1947 und 1949 hatte es an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bereits ein Institut für Soziologie gegeben, doch eine eigentliche Institutionalisierung des Faches gelang erst 1965 mit der (1964 beschlossenen) Gründung einer eigenen Forschungsgruppe, dann “Wissenschaftsbereich marxistisch-leninistische So­ziologie” an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Dessen inhaltliche Schwerpunkte lagen in der Arbeits- und Industriesoziologie. 1976 startete ein eigenständiger Diplomstudiengang, wobei im jährlichen Wechsel mit der Universität Leipzig immatrikuliert wurde. Damit war Halle einer von drei Standorten, an denen in der DDR Soziologen und Soziologinnen ausgebildet wurden (der dritte Ort war die Humboldt-Universität zu Berlin; zudem gab es an der Universität Rostock ein Fernstudium Soziologie). Neben dem Wissenschaftsbereich Soziologie wurde an mehreren Einrichtungen der halleschen Universität soziologisch gearbeitet, so etwa zur Literatur-, Medizin- und Sportsoziologie.

Schlagworte

DDR, Halle, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Soziologie
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