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Soziale Ungleichheit auf kommunaler Ebene
Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Prof. Dr. Reinhold Sackmann, Dipl.-Soz. Marcus Heise, Nadin Kastirke
Finanzierung:
Robert Bosch Stiftung GmbH ;
Eines der zentralen Anliegen der Soziologie ist es, die gesellschaftliche Verteilung von Lebenschancen zu ergründen. Gesellschaft als Form menschlichen Zusammenlebens zu beschreiben und zu erklären, stellt die Wissenschaft vor erhebliche Herausforderungen, weil sie sich nicht in einem Aggregat von menschlichen Individuen erschöpft. Das spezifisch soziale muss begrifflich bestimmt werden und die empirische Beschreibung von Gesellschaft über Indikatoren erfolgen. Versucht man dieses Anliegen der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern anzunähern, so liegt es nahe, eine Stadtgesellschaft und ihre spezifischen sozialen Ungleichheiten zum Forschungsgegenstand zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sehen sich mit der Aufgabe konfrontiert, unter Anleitung eine Fragestellung zu entwickeln und Mittel zu finden, um eine Stadtgesellschaft am Beispiel Halles systematisch zu beschreiben. Denkbar sind etwa Themen wie Bevölkerungsentwicklung, Situation des Wohnungsmarktes, Segregationstendenzen und daraus entstehenden Probleme. Haben die Schüler sich für eine spezifische Fragestellung entschieden, werden sie bei der Beschaffung von Statistiken für Sekundäranalysen, beim Führen von Experteninterviews und bei der Erstellung von Beobachtungsbögen und Durchführung von Beobachtungen in der Stadt angeleitet. Die Dokumentation von Beobachtungen erfolgt per Videokamera.

In einer späteren Phase des Projektes ist es denkbar, Ergebnisse der Analysen in Halle mit Daten aus Städten anderer Kontinente zu vergleichen (z.B. Städte ähnlicher Größe auf dem indischen Subkontinent), um lokale Ungleichheiten mit globalen Ungleichheiten ins Verhältnis zu setzen.

Schlagworte

Denkwerk, Vernetzung Universität Schule
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