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Rehabilitationszugang und -nutzen bei Rückenschmerz: Eine Kohortenstudie (REHAB-BP)
Projektbearbeiter:
Dr. Kerstin Mattukat, Nadine Schmitt
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Bei eingeschränkter oder bedrohter Erwerbsfähigkeit können Leistungen zur medizinischen Rehabilitation beantragt werden. Durchgeführt werden diese Leistungen häufig aufgrund von Rückenschmerzen. Der bedarfsgerechte Zugang zur medizinischen Rehabilitation wird kritisch diskutiert, da Rehabilitationsbedarf offenbar nicht zwingend zur Antragstellung führt: Trotz der Maxime "Reha vor Rente", hat jede zweite Person, die in Erwerbsminderungsrente geht, im Vorfeld keine medizinische Rehabilitation erhalten. Aktuelle Studien zu Barrieren der Beantragung medizinischer Rehabilitationsleistungen gibt es jedoch nicht. Zudem haben kontrollierte Studien, die Personen mit und ohne Rehabilitation verglichen haben, widersprüchliche Befunde zur Wirksamkeit medizinischer Rehabilitation generiert. Allerdings war das Setting dieser Studien auf spezifische Einrichtungen beschränkt bzw. regional eng eingegrenzt. Verallgemeinerbare Aussagen zur Wirksamkeit der Rehabilitation lassen sich daraus nicht ableiten.

Die Studie untersucht erstens Zugangsbarrieren zur medizinischen Rehabilitation und prüft zweitens den Nutzen medizinischer Rehabilitation bei Rückenschmerzen. Die Ziehung der Stichprobe erfolgt bei zwei beteiligten Rentenversicherungsträgern (Deutsche Rentenversicherung Nord: n = 22.500, Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland: n = 22.500). Die Stichprobe berücksichtigt 45- bis 59-jährige erwerbstätigte Personen. Ausgeschlossen werden Personen mit beantragten oder durchgeführten medizinischen Rehabilitationsleistungen innerhalb der letzten vier Jahre und Personen mit bereits beantragten oder bewilligten Rentenleistungen. Mittels schriftlicher Befragungen werden 2017 und 2019 Fragebogendaten erhoben. Zusätzlich werden administrative Daten aus den Versichertenkonten extrahiert. Die Kohortenstudie identifiziert Personen mit Rückenschmerzen und vergleicht anschließend Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer einer medizinischen Rehabilitation. Unterschiede in den Angaben der Erstbefragung geben Hinweise auf potentielle Zugangsbarrieren und Unterschiede in der Zweitbefragung können genutzt werden, um den Nutzen der Rehabilitation abzuschätzen. Primäres Zielkriterium hierbei ist die schmerzbezogene Beeinträchtigung in wichtigen Lebensbereichen (Alltag, Freizeit, Arbeit). Um einen unverzerrten Effektschätzer für den Nutzen medizinischer Rehabilitation zu erhalten, werden Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer anhand der Wahrscheinlichkeit, eine Rehabilitation zu erhalten, gematcht (Propensity Score Matching).

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2017
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