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Rehabilitation zwischen Transformation und Weiterentwicklung
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Fragestellung und Ziel: Analysiert werden die unterschiedlichen sozialen und individuellen Akteurperspektiven der Klienten, der Leistungsträger und der Leistungserbringer der ambulanten und stationären Versorgung nach der Übernahme der westdeutschen Strukturen. Auf institutioneller Ebene wird in der Annahme, dass gesellschaftliche Differenzierungs- und Individualisierungsprozesse auch für die Versorgungsstrukturen zu wechselnden Herausforderungen führen, ambulante und stationäre Rehabilitation und rehabilitative Pflege in ihren unterschiedlichen Bedeutungen für professionelles Handeln als assistierende Hilfe, die nach dem Neunten Sozialgesetzbuch "Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft" fördern und ermöglichen soll, untersucht. Als exemplarisches Versorgungsproblem werden rehabilitative Pflege und medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation nach dem Ereignis eines Schlaganfalls verfolgt. Hintergrund und Forschungsstand: Das Vorhaben widmet sich zwei überlagernden "Challenges": Die westdeutschen Rehabilitations- und Pflegeanstalten zur Bewältigung von Inklusionsrisiken ersetzen die eher betriebszentrierten Einrichtungen der DDR genau in dem Moment, in dem die westdeutschen Anstalten selber durch den demographischen Wandel und Effektivitätsnachweise herausgefordert werden. Dadurch ergibt sich in den kommenden beiden Phasen des SFB die Chance, in Längsschnittsperspektive nicht nur Rehabilitation als Inklusion durch –zumindest ihrem Anspruch nach selbstbestimmte Teilhabe fördernde– Rehabilitation und Pflege, sondern auch die Entwicklung der Gesundheits- und Sozialversicherungsreform als Antwort auf den demographischen Wandel zu verfolgen.

Schlagworte

Gesellschaftliche Entwicklung nach dem Systemumbruch
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