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Produktverantwortung von Fahrzeugherstellern aus internationaler Perspektive

Projektbearbeiter:
Daniel Stelzer
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Gegenwärtig dominierende Mobilitätserfordernisse generieren einen enormen Individualverkehr mit Personenkraftwagen sowie kleinen Nutzfahrzeugen. Problematisch gestaltet sich dabei der immense Ressourcenverbrauch bei der Fahrzeugherstellung sowie -nutzung und der hohe Anteil an zu deponierenden Materialien zum Ende der Nutzungsdauer, der nach vorsichtigen Schätzungen annähernd 30 % des Fahrzeuggewichtes ausmacht. Bereits diese Mengen verursachen erhebliche Umweltprobleme, denen der Gesetzgeber durch eine verstärkte Förderung des Nachhaltigkeitsprinzip entgegenwirken will. Das zum 6. Oktober 1996 in Kraft getretene Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) orientiert sich an diesem Prinzip und beinhaltet die Abkehr von der Durchflusswirtschaft zur Kreislaufwirtschaft als wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Bezogen auf die Entsorgung soll an Stelle der derzeitigen öffentlichen Entsorgungspflicht, die nachsorgeorientiert ist und vorwiegend die Verbraucher in Form von Gebühren und Beiträgen in die Verantwortung nimmt, die herstellerseitige Produktverantwortung treten. Die durch die Hersteller zu tragende Produktverantwortung erstreckt sich dabei über den gesamten Lebenszyklus ihrer Fahrzeuge und macht nich vor Landesgrenzen halt. Das hat zur Folge, dass auch in der Konsum- und Verwertungsphase die Fahrzeughersteller, neben Konsumenten und Verwertern, ein deutliches Mitspracherecht, im Sinne produktverantwortlichen Handelns erhalten. Dieses aus internationaler Perspektive zu betrachten ist Gegenstand des beschriebenen Projektes.

Schlagworte

Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Produktverantwortung, Spieltheorie

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