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Paraorbital-okzipitale Elektrostimulation zur Behandlung von Patienten mit optischer Neuropathie - klinische Prüfung im Rahmen einer Multicenterstudie

Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Prüfärzte, Behandler und Diagnostiker der beteiligten Prüfzentren
Finanzierung:
Industrie;
Die Studie dient der Überprüfung eines neuen, nicht-invasiven Elektrostimulationsverfahrens (non-invasive transorbital alternating current stimulation, tACS), welches bereits in prospektiven placebo-kontrollierten Studien mit Optikusneuropathie-Patienten erfolgreich eingesetzt wurde. Eine erste prospektive Studie erfolgte mit 22 Optikusneuropathie-Patienten am Inst. f. Med. Psychologie (Magdeburg), in deren Ergebnis verbesserte Gesichtsfelder sowie veränderte Frequenzbänder beobachtet wurden. In der computergestützten Kampimetrie (vergleichbar mit Perimetrie, d.h. Gesichtsfeldmessung) zeigte sich in der Verumgruppe ein Anstieg der entdeckten Stimuli von ca. 30% wohingegen die Gesichtsfeldausdehnungen in der Placebogruppe stabil blieben. Es folgte eine gemeinsam mit der Neurologischen Klinik der Charité (Prof. Brandt) durchgeführte Studie, in der ebenfalls Optikusneuropathie-Patienten behandelt wurden (2009/2010). Korrelative Zusammenhänge zwischen Stimulationsparametern und Verbesserungen der klinischen Parameter (Gesichtsfeld, Visus) konnten beobachtet werden. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die Möglichkeiten der Gesichtsfelderweiterungen mit elektrischer Stimulation nunmehr an insgesamt 90 Patienten mit optischer Neuropathie an 3 Prüfzentren in einer placebokontrollierten Studie mit Verblindung zu untersuchen. Die Elektrostimulation erfolgt mit Wechselstrom (<1000mikroA). Der Strom wird im Frequenzbereich von etwa 10 bis 40Hz appliziert. Die Studie dient der weiteren Validierung dieses Verfahrens zur Behandlung von Gesichtsfeldausfällen nach Sehnervläsionen. Konkret erwarten wir eine verbesserte Detektionsleistung in der computerbasierten Perimetrie (primäres Zielkriterium).

Schlagworte

Neurorehabilitation, Sehnerv

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