« Projekte
Neuropeptiderge Kontrolle des Stress-assoziierten, einschließlich angstähnlichen Verhaltens durch Arginin-Vasopressin und Oxytocin: Studien unter Verwendung der Brattleboro-Ratte
Projektbearbeiter:
M. Engelmann, J. Noack
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Die strukturell verwandten Neuropeptide Arginin-Vasopressin (AVP) und Oxytocin (OXT) scheinen wesentlich für das Zustandekommen von Angst und Angsterkrankungen verantwortlich zu sein. Dabei spielt die Signalfunktion beider Neuropeptide als Neuromodulatoren eine herausragende Rolle. Freigesetzt von Somata und Dendriten magnozellulärer Neuronen im hypothalamischen Nucleus paraventrikularis (NPV), können AVP und OXT andere limbische Hirnareale einschließlich Septum in biologisch relevanten Konzentrationen erreichen und so die emotionale Bewertung von Stimuli beeinflussen. Das vorliegende Projekt hat das Ziel, die verhaltensmodulatorische Wirkung von AVP und OXT, freigesetzt im NPV, anhand von AVP-deffizienten Brattleboro-Ratten zu untersuchen. Vorstudien zeigen, dass diese Tiere ein geringeres angstähnliches Verhalten auf dem Elevated plus-maze aufweisen. Wir wollen das kongeniale Fehlen von AVP im NPV experimentell kompensieren: Einerseits mittels Mikrodialysegabe des synthetischen Peptids, um die Freisetzung von AVP im NPV und Septum zu stimulieren, andererseits durch Behandlung mit einem adeno-assoziierten Vektor, um die Intra-NPV-Produktion und -Freisetzung von AVP wiederherzustellen. Durch die gleichzeitige Gabe eines AVP-Rezeptor-Antagonisten in das Septum soll das mutmaßliche Areal der verhaltensrelevanten Neuropeptid-Wirkung näher charakterisiert werden. Die Experimente werden sowohl in Budapest (Mikrodialyse und Blutprobensammlung, Verhaltenstestung, Adeno-virale Injektionen) als auch in Magdeburg (Immunhistochemie, In-situ-Hybridisierung, Plasma- und Mikrodialyse-Messung) stattfinden.

Schlagworte

Angst, Angsterkrankung, Neuropeptid
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...