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Multimere Enzymkomplexe und die Kontrolle von Chromatinzuständen
Projektbearbeiter:
Thomas Rudolph, Matthias Walther
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Das Chromatin der Furchungskerne ist genetisch inaktiv und zeigt abundante Histonacetylierung. Epigenetische Programmierung beginnt mit der Differenzierung von Euchromatin und Heterochromatin in der frühen Embryonalentwicklung. Diese Prozesse können beim Modellsystem Drosophila durch die Kombination genetischer, biochemischer und zytologischer Techniken besonders gut analysiert werden. Im Projekt werden drei multivalente Enzymkomplexe funktionell charakterisiert, die im Embryo die initiale Chromatindifferenzierung durch kovalente Histonmodifizierung kontrollieren. Schlüsselfaktoren der Komplexe sind Histondemethylasen und Histonmethyltransferasen. Komponenten der Komplexe wurden durch genetische Analysen von Gensilencing bei Positionseffekt-Variegation mit Hilfe dominanter Suppressor- und Enhancermutationen identifiziert und ihre Funktion durch die Kombination genetischer, immunozytologischer und biochemischer Analysen definiert.
Ziele der geplanten Arbeiten bestehen in der Aufklärung von Struktur und Assemblierungskontrolle der multivalenten Enzymkomplexe und deren Funktion zur Differenzierung alternativer Chromatinzustände in der frühen Embryogenese. In Analysen zur Prozessivitätskontrolle von Histonmethyltransferasen soll die Rolle neuidentifizierter Cofaktoren aufgeklärt werden.

Schlagworte

Chromatindifferenzierung, Drosophila, Histonmodifikation, Proteinkomplexe
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