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Modulation des Wnt-Signalweges und Bedeutung für die Invasion von Epithelzellen
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Chronische Entzündungsprozesse im Magen sind häufig mit Infektionen des humanpathogenen Keims Helicobacter pylori assoziiert und können zu gastralen Metaplasien und zur Entstehung von Magenkarzinomen führen. H. pylori bewirkt schnelle Veränderungen der Zell-Zell-Adhäsion und Motilität von Magenepithelzellen, die möglicherweise an der Entstehung von Magenkarzinomen beteiligt sind. Darüber hinaus ist häufig die Tumorentstehung durch eine Deregulation des Wnt-Signalweges gekennzeichnet. Mitglieder der hoch konservierten Familie von Wnt-Proteinen bewirken die Aktivierung von TCF/LEF-1 Transkriptionsfaktoren und regulieren somit Zell-Zell-Interaktionen, insbesondere während der Entwicklung und Differenzierung. Die Überexpression von Mitgliedern der Wnt-Familie bzw. deren Rezeptoren, den frizzled-Proteinen, führt zur morphologischen Transformation von Epithelzellen, bis hin zur Entstehung des invasiven Magenkarzinoms. Gegenstand des Projektes ist die Frage, wie die H. pylori-Infektion den Wnt-Signalweg moduliert und welchen Beitrag dieser Mechanismus für die Invasivität von Magenepithelzellen leistet. Zur Beantwortung der Frage sollen in H. pylori -Infektionsmodellen sequentiell die Komponenten des Wnt-Signalweges untersucht werden. Ein Aspekt ist dabei die Analyse der Wnt-abhängigen Regulation der Expression/Aktivität von Sheddasen, die aufgrund der schnellen Abspaltung von Oberflächenmolekülen prädestiniert sind für die Regulation von Zell-Zell-Kontakt und Invasionsprozessen.

Schlagworte

Signaltransduktion, Zellbiologie
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