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Modellierung und Bewertung von Ausfallkosten im Kreditgeschäft
Projektbearbeiter:
Stefan Hlawatsch, Sebastian Ostrowski
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Die quantitative und qualitative Messung von Kreditrisiken bilden die Voraussetzungen für eine risikoadjustierte Eigenkapitalunterlegung gemäß der Basel-II-Regularien sowie für eine risikoadjustierte Bepreisung von Neukrediten. Daher ist die Schätzung dieser Risiken essentiell für das operative Geschäft von Kreditinstituten. Sowohl die Schätzung der Risiken als auch die Überprüfung der Schätzverfahren unterliegen strengen gesetzlichen Bestimmungen. Dabei ist unter Kreditrisiko nicht nur die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kredites zu verstehen, sondern auch die Verlusthöhe bei Ausfall. Das Ziel der Forschung besteht in der qualitativen und quantitativen Messung der Verlusthöhe, insbesondere die Entwicklung eines Schätzverfahrens. Dies ist insofern problematisch, da aufgrund der empirisch beobachteten Verteilung der Verlusthöhe Standardschätzverfahren nicht geeignet sind. Des Weiteren soll die Güte des Schätzmodells durch ein geeignetes Validierungstool überprüft werden. Für die Überprüfung der Güte von Schätzverfahren zur Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten soll versucht werden, bereits bekannte Analysetools auf ihre axiomatischen Eigenschaften zu überprüfen und gegebenenfalls Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Kann eine präzise Schätzung der Parameter sichergestellt werden, können diese Schätzer in die Bewertungsmodelle für Kredite und Wertberichtigungen eingehen, wobei hierbei darauf zu achten ist, dass aufsichtsrechtliche Anforderungen mit den qualitativen Merkmalen der Schätzer übereinstimmen.

Schlagworte

Basel II, Kreditrisiko, Loss Given Default, Validierung
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