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Mechanismen der Regeneration von Gehölzen tropisch-alpiner Waldgrenzen (Polylepis-Arten in Ecuador)

Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Die Ursachen für die Entstehung von Waldgrenzen gehören trotz intensiver Forschungstätigkeit zu den bislang ungelösten und nach wie vor kontrovers diskutierten Problemen der Pflanzenökologie. An tropisch-alpinen Waldgrenzen treten Gehölze wegen der jahrhundertelangen Nutzungsgeschichte meist nur noch in isolierten, stark fragmentierten und degradierten Beständen auf. Im Rahmen dieses Projektes soll der Frage nachgegangen werden, ob sich südamerikanische Polylepis-Arten in Waldgrenzbereichen unterschiedlichem Auflichtungsgrads heute vorwiegend generativ oder vegetativ verjüngen, und welcher Rolle dabei der Ausbildung einer Diasporenbank zukommt. Erstmalig wird durch Vernetzung moderner mikroklimatischer, vegetationskundlicher und populationsbiologischer Methoden überprüft, wie sich Keimung und Jungpflanzenentwicklung von Polylepis incana und P. pauta in verschiedenen Wald-Mikrohabitaten und unter den extremen tageszeitlichen Temperaturschwankungen der bodennahen Luftschicht vollziehen. Der Einfluss der durch Störung veränderten Parameter Strahlungsintensität, Boden- und Lufttemperatur, Bodenwasserhaushalt und Mächtigkeit der Streudecke wird detaillierter analysiert. Da tropisch-alpine Waldgrenzbereiche neben ihrem Artenreichtum von großer Wichtigkeit für den regionalen Wasserhaushalt sind, kommt der Klärung der Reproduktionsökologie dieser Arten außerordentliche Bedeutung für den Naturschutz zu.

Anmerkungen

Dieses Projekt steht in engem Zusammenhang mit dem Projekt "Mechanismen der Regeneration von Gehölzen tropisch-alpiner Waldgrenzen (Erica-Arten in Äthiopien), das vom BMZ finanziert wird.

Schlagworte

Etablierung, Hochgebirgsökologie, Keimung, Polylepis, Regeneration an tropischen Waldgrenzen

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