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Instrumentierung von Sprühnebelprüfverfahren
Projektbearbeiter:
Dr.-Ing. Andreas Heyn
Finanzierung:
BMWi/AIF;
In der industriellen Praxis sind die Sprühnebelprüfverfahren eine häufig eingesetzte Prüfmethode zum Nachweis der Produktqualität von Halbzeugen und Zulieferteilen hinsichtlich ihrer Korrosionsbeständigkeit und für die Qualitätsprüfung organischer Beschichtungen. Aus diesem Grund gehören die Klima- und Sprühnebelprüfungen zu den am weitesten verbreiteten Korrosionsprüfverfahren. Allerdings haben sie keine große Aussagekraft, da über den zeitlichen Verlauf der Korrosion, ob linear, exponentiell, logarithmisch o.ä. kann keine Aussage getroffen werden. Weiterhin sind die Prüfbedingungen zur Verkürzung der Messzeiten bei den Sprühnebelprüfungen soweit verschärft, dass der Korrosionsmechanismus verändert wird und damit keine Aussagen über das Verhalten der geprüften Teile im praktischen Einsatz möglich sind. Mit Hilfe elektrochemischer in-situ Messungen kann die Sprühnebelprüfung auf ein qualitativ höheres Niveau gehoben und die Aussagefähigkeit deutlich verbessert werden. Zur Informationsgewinnung wird in erster Linie das elektrochemische Rauschen herangezogen, welches sich in Abhängigkeit von der Qualität des Probenmaterials, der Befeuchtungsdauer, der Temperatur, der Chloridionen- und Inhibitorkonzentration ändert und sofort Rückschlüsse auf die Korrosionsneigung der untersuchten Proben gestattet. Dies erlaubt auch den Einsatz weniger scharfer Prüfmedien. Der Informationszugewinn im Vergleich zur bisherigen Sprühnebelprüfung ist sehr hoch. Man erfasst den Eintritt und den Verlauf von Korrosionserscheinungen sehr präzise und erhält wichtige Informationen zu den Prozessen, die während der Sprühnebelprüfung ablaufen. Damit ist die Grundlage für eine sinnvolle Anpassung der Versuchsparameter für den jeweiligen Einsatzfall geschaffen worden.

Anmerkungen

Weitere Informationen sind beim Projektleiter zu erhalten (s.u.). Das Vorhaben wurde aus Mitteln des BMWA über die AiF (AiF-Nr. 12998 BR) gefördert. Die Forschungsarbeiten wurden mit Unterstützung der GfKORR durchgeführt. Für diese Förderung sei gedankt.

Schlagworte

Rauschen, elektrochemisches

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