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Homeschooling (Home Education) in Deutschland
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Ausgezeichnet mit dem Dissertationspreis 2008 der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Die soziologische Studie über Home Education in Deutschland entstand im Rahmen eines Promotionsforschungsprojektes an der Philipps-Universität Marburg. Den Ausgangspunkt bildeten drei einfache Fragen:
  • Warum entscheiden sich Eltern für Home Education?
  • Wie wird dieser Bildungsansatz praktisch umgesetzt?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
  • Zur Beantwortung dieser Fragen wurden mehrere Methoden qualitativer Sozialforschung miteinander verknüpft. Neben teilnehmender Beobachtung während des gesamten Forschungszeitraumes erfolgten zahlreiche Interviews mit Home Education Familien und die inhaltsanalytische Auswertung schriftlich vorliegender Quellen und Dokumente.
Einführend in das Thema stellt die Studie vier Fallbeispiele von Home Education Familien vor, die die große Bandbreite innerhalb der deutschen Home Educaton Bewegung verdeutlichen. Darauf folgen zwei weitere, auch noch deutlich fallbezogene Kapitel. Auf der Grundlage eines entscheidungstheoretischen Modells werden die elterlichen Motive für Home Education näher untersucht und darauf aufbauend zwei idealtypische Home Education Lebenswelten konstruiert. Anhand des handlungstheoretischen Modells wird aufgezeigt, wie das jeweils zugrunde liegende Weltbild auf die Entscheidungen der Eltern Einfluss nimmt. Das dritte Kapitel bietet eine analysierende Beschreibung der verschiedenen Ansätze zur praktischen Gestaltung von Home Education.

Die drei folgenden Kapitel widmen sich der Frage nach den Konsequenzen, die die individuellen Entscheidungen für Home Education nach sich ziehen. Die Herausbildung der gegenwärtigen Home Education Bewegung wird rekonstruiert. Des Weiteren wird das individuelle Handeln in Bezug gesetzt zu den gesellschaftlichen Normen, denen zufolge Home Education einen Verstoß gegen geltendes Recht darstellt. Neben einer Darstellung der gegenwärtigen Situation werden verschiedene Aspekte, die sich aus der Ordnungswidrigkeit des häuslichen Lernens ergeben, einer ausführlicheren Analyse unterzogen. Im abschließenden Kapitel wird der Rahmen noch einmal erweitert und nach den gesellschaftlichen Chancen und Risiken einer wachsenden Home Education Bewegung gefragt. Die Untersuchung beider Bereiche mündet in die Skizze eines möglichen Weges zur gegenstandsangemessenen Regelung der mit Home Education verbundenen Konfliktfelder.

Schlagworte

Hausunterricht, Home Education, Homeschooling Deutschland, Unschooling, informelles Lernen

Publikationen

2007
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Kontakt
Prof. Dr. Thomas Spiegler

Prof. Dr. Thomas Spiegler

Theologische Hochschule Friedensau

Fachbereich Christliches Sozialwesen

An der Ihle 5a

39291

Friedensau

Tel.+49 3921 916202

thomas.spiegler(at)thh-friedensau.de

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