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Ereigniskorrelierte Zeit-Frequenz-Charakteristika der Hirnfunktion bei der Adaptation interner motorischer Modelle in Abhängigkeit von bewegungsrelevanten Einflussfaktoren - Reliabilität nicht-invasiv ableitbarer neuroelektrophysiologischer Biomarker ...

Projektbearbeiter:
Daniel Carius
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Das sensomotorische System des Menschen muss sich kontinuierlich an die sich verändernden äußeren und körperinternen Bedingungen anpassen. Nach aktuellen bewegungs- und neurowissenschaftlichen Forschungsbefunden erfordern die komplexen sensomotorischen Anpassungen die Adaptation und die Konsolidierung interner Modelle (Franklin & Wolpert, 2011; Kandel, 2012). Die Analyse motorischer Adaptationsund Konsolidierungsprozesse stützt sich vorrangig auf kinematische (visuomotorische) oder dynamische diskordante Bewegungen mit neuartigen Handlungs-Effekt-Relationen (Review Krakauer, 2009). Das bewegungswissenschaftliche Forschungsinteresse zentriert sich hierbei auf die Evaluation motorischer Anpassungssprozesse und bewegungsrelevanter Einflussfaktoren. Als potentielle Einflussfaktoren der Adaptation und der Konsolidierung interner Modelle werden die Handlungs-Effekt-Relation und die Art der Bewegungsrückmeldung angesehen (Heuer & Hegele, 2008). Im Fokus neurowissenschaftlicher Motorikstudien stehen das Bewegungsverhalten von Experten oder Experten-Novizen-Vergleiche (Review: Hatfield et al., 2004, Del Percio et al., 2009). Die im Verlauf der Adaptation und der Konsolidierung interner Modelle zu beobachtenden neuro-elektrophysiologischen, nicht invasiv ableitbaren Modifizierungen werden nur vereinzelt untersucht (Gentili et al., 2011).
Ein besseres Verständnis der Adaptation und Konsolidierung interner Modelle sowie verlässliche praxisrelevante Kenntnisse über die effektive Fertigkeitsvermittlung im Sport können zum einen durch die experimentelle Variation bewegungsrelevanter Faktoren und zum anderen durch mehrperspektivische, zeitsynchrone biomechanische und neuroelektrophysiologische Bewegungsanalysen erlangt werden. In diesem Sinne zielt das beantragte Forschungsprojekt mit prospektiven, randomisierten, kontrollierten einfach-blinden Interventionsstudien auf die grundlagen- und praxisorientierte Prüfung

a) der Evidenz neuroelektrophysiologischer Biomarker (charakteristische biologische Merkmale) für die Operationalisierung der Adaptation und der Konsolidierung interner Modelle,
b) erster Befunde zum Einfluss der aufgabenbezogenen Faktoren 'Handlungs-Effekt-Relation' (diskordante vs. nicht-diskordante Bewegungen, Gentili et al., 2011) und 'Bewegungsrückmeldung' (Continuous Visual vs. Terminal Visual Feedback, Heuer & Hegele, 2008a,b) auf das motorische Verhalten und neuroelektrophysiologische, nicht-invasiv ableitbare Modifizierungen (Biomarker) im Verlauf der Adaptation interner Modelle,
c) der für die Sportwissenschaft relevanten Frage: Inwieweit kann die Adaptation und die Konsolidierung motorischer Fertigkeiten mittels des Alpha-Neurofeedback-Trainings effektiviert werden?

Schlagworte

EEG, EEG Zeit-Frequenz-Charakteristika, EMG, Motorische Adaptation, Neurofeedbacktraining, sensomotorisches System

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