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Entwicklung eines Verfahrens zur selektiven Gewinnung von Alpha-Lactalbumin aus Molke oder Molkenproteinkonzentrat
Projektbearbeiter:
G. Konrad
Finanzierung:
BMWi/AIF;
Das Ziel des Projektes war die Entwicklung eines umweltfreundlichen Verfahrens zur Gewinnung von Alpha-Lactalbumin (a-La) aus Molke. Labmolke oder rekonstituiertes Molkenproteinkonzentrat (WPC) wird so ultrafiltriert, dass ein möglichst großer Teil vom a-La durch die Membranen permeiert, während die restlichen individuellen Molkenproteine im UF-Retentat verbleiben. Eine maximale Transmission wurde erreicht bei einem Transmembrandruck von 2,0 bar, einer Feedtemperatur von 45°C und bei pH 6,75. Bis zu 25% des in der Molke vorhandenen a-La passieren die UF-Membranen und machten dann im UF-Permeat etwa 50% des Molkenproteins aus. Für die Aufreinigung von a-La wurde ein selektiver enzymatischer Schritt erfolgreich getestet. Trypsin baut bei einem Enzymeinsatz von 5 FIP-U/g Protein nach einer Hydrolysedauer von ca. 2h und bei pH 7,8 und 43°C Beta-Lactoglobolin ebenso restlos ab, wie das in Labmolke vorhandene Caseinmakropeptid. a-La und Serumalbumin widerstehen einer Trypsinhydrolyse. Die Inaktivierung des Trypsins erfolgte durch Kurzzeiterhitzung nach einer kontinuierlich gestalteten Diafiltration mit Membranen der Trenngrenze von <10 kDa und bei 55°C. Die Ausbeute an nativem a-La betrug unabhängig von den getesteten UF-Membranen im diafiltrierten, getrockneten Proteinisolat >10%. Das isolierte Protein war vollständig nativ und hatte eine Reinheit von > 90%.

Schlagworte

Alpha-Lactalbumin, Hydrolyse, Molke, Molkenkonzentrat, Ultrafiltration
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