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Ein Nutzenkonzept zur Erklärung individueller Entscheidungen über Zeit: Eine experimentelle Analyse
Projektbearbeiter:
Eike Kroll
Finanzierung:
Haushalt;
Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit verschiedenen Theorien zur Erklärung individueller Entscheidungen bei Risiko. Bestehende Modelle basieren auf Entscheidungen über monetäre Konsequenzen, jedoch lassen die Implikationen des Nutzenkonzepts eine Ausweitung auf andere Konsequenzen zu. In einem ersten Schritt wurde der Faktor Zeit, in Form von Warte- und Arbeitszeit, als Handlungskonsequenz implementiert. Es wurde untersucht, inwieweit eine Nutzenfunktion nach Kannemann und Tversky auf Zeit erweitert werden kann. Unter Verwendung experimenteller Verfahren zur Bestimmung einer Nutzenfunktion über Geld wird eine Nutzenfunktion für Zeit bestimmt. Der konvexe Verlauf der sich, aus den experimentellen Befunden ergebenden Funktion spricht dabei deutlich gegen eine lineare Bewertung von Wartezeit in ökonomischen Modellen und es wird eine Möglichkeit gezeigt, wie der Faktor Zeit in ökonomischen Modellen mit Hilfe einer Nutzenfunktion bewertet werden kann. Die Untersuchungen zur Nutzenfunktion für Arbeitszeit liefern eine Funktion mit konkavem Verlauf für Zugewinne und konvexem Verlauf für  Verluste. Zusätzlich belegen die Ergebnisse eine Verlustaversion, d. h. eine stärkere Gewichtung von Verlusten verglichen mit Gewinnen eines gleichen Betrags. Anschließend sollen ausgewählte Probleme des Nutzenkonzepts bei individuellen Entscheidungen unter Risiko näher betrachtet. Hierzu sollen die gängigen Theorien zur Verhaltenserklärung auf ihre Eignung zur Beschreibung des Verhaltens überprüft werden.

Schlagworte

Nutzen von Zeit, Zeitbewertung
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