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Die Effizienz des ambulanten Rehabilitationssports bei Koronarsportgruppen in Sachsen und Sachsen-Anhalt - Die RASCAD-Studie
Projektbearbeiter:
Dipl. Spl. Kati Dürrenfeld
Finanzierung:
Haushalt;
Ein Forschungsprojekt des Instituts für Sportwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Dr. habil. Oliver Stoll) und der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig (Dr. Lutz Schega) unter der Schirmherrschaft des Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen Sachsen e.V. sowie dem Sächsischen Behinderten Sportverband sowie dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) Überlegungen zur Qualitätssicherung im Bereich der ambulanten Nachsorge von KHK-Patienten (WHO Phase III) veranlassten uns, mit Hilfe finanzieller Unterstützung verschiedener Kostenträger und den verantwortlichen Ärzten und Rehabilitationssportvereinen eine weit angelegte Evaluationsstudie zur Überprüfung der Wirksamkeit und Effektivität des ambulanten Herzsportes zu initiieren. Aufgrund der Tatsache, dass ambulanter Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur medizinischen Rehabilitation ein wichtiger Bestandteil in der Rehabilitationskette behinderter und chronisch-kranker Menschen ist, stellt der ambulante Rehabilitationssport in diesem Zusammenhang eine wesentliche Säule des organisierten Behinderten- und Rehabilitationssports dar. Patienten mit Herz- Kreislauferkrankungen stehen aufgrund ihrer Erkrankungshäufigkeit nach wie vor im Vordergrund des gesundheitspolitischen Interesses. Ausgehend von den Gesetzgebern gibt es demnach eine Reihe von verpflichtenden Regelungen, die die Durchführungsbedingungen des ambulanten Rehabilitationssportes festlegen. Auch wenn die positiven Wirkungen des Präventions- als auch Rehabilitationssports vielfältig nachgewiesen wurden, ist darüber hinaus die Frage nach der indikationsspezifischen Effektivität rehabilitationssportlicher Angebote in Verantwortung zugelassener, gemeinnütziger Vereine nicht endgültig beantwortet, so dass der vorliegende Studienansatz nachfolgende Fragen versucht zu beantworten:
  • Wie effektiv sind die rehabilitationssportlichen Interventionsstrat egien im ambulanten Herzsport ausgehend von den regionalen Strukturbedingungen der für die Interventionsdurchführung verantwortlichen Vereine?
  • Besteht die Möglichkeit, das Belastungs-Beanspruchungsverhalten der unterschiedlichen Herzgruppenteilnehmer im Rahmen eines quasiexperimentellen Untersuchungsdesigns einzuschätzen.
  • Können neben leistungsphysiologischen und motorisch-funktionellen Variablen, die die körperliche Leistungsfähigkeit der Herzgruppenteilnehmer beschreiben, auch Veränderungen psychologischer Variablen identifiziert werden?
Diesen Fragestellungen gehen wir in einem 2-jährigen Forschungsprojekt unter der Leitung von Lutz Schega und Oliver Stoll nach. Dabei werden insgesamt 12 Übungs- und Trainingsgruppen aus dem Raum Leipzig und Salzwedel (n=150) in jährlichen Abständen komplexdiagnostisch (medizinisch-funktional, motorisch-funktional und psycho-sozial) untersucht. Zusätzlich bilden Probanden an den jeweiligen Standorten, die entweder Sportverbot erhalten haben und/oder kein Interesse an sportlicher Betätigung haben, die Kontrollgruppe (n=100). Die ersten Erhebungen beginnen im April 2002 und werden bis Juni 2002 abgeschlossen sein. Es folgen dann in jährlichen Abständen zwei Messungen. Das Projekt endet im September 2004. Neben den Fragen der Ergebnisevaluation werden ebenfalls Probleme der Prozessevaluation sowie infrastrukturelle und organisatorische Aspekte thematisiert.

Schlagworte

Evaluation, Gesundheit, Herzsport

Publikationen

2004
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2003
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Kontakt

weitere Projekte

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