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Dorfumbau - Zukunftsfähige Infrastrukturen für den ländlichen Raum

Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
a) Ausgehend von Detailuntersuchungen in den Verbandsgemeinden Südliches Anhalt und Jessen werden demo­graphische Entwicklungen bedarfsgerecht visualisiert. Zielentwicklungen betreffen die Visualisierung von de­mographischen Zuständen in den Bereichen Siedlungsentwicklung und kommunale Infrastrukturen.

b) Eine wesentliche jedoch indirekte Möglichkeit der öffentlichen Hand zur aktiven Steuerung von dörflichen Veränderungsprozessen ist die Gestaltung kommunaler Infrastrukturen der Daseinsfürsorge, insbesondere der Ver- und Entsorgung. Die hier zu entwickelnden Methoden betreffen einerseits die versorgungsstrangoriente Visualisierung von Nutzern, als auch die Prüfung kostendeckender Preisentwicklungen für den Gebrauch der kommunalen Infrastrukturen auf der Basis der Integration von Geschäftsberichten und demographischer Entwicklung der kommunalen Zweckverbände.

c) Steuerndes Element für Kommunen ist die mögliche Einführung getrennter Abwassergebühren für Trinkwasser und Niederschlagswasser. Neben des Effekts der Besserstellung von durch mehrere Personen genutzte Immobilien, in der Regel Familienstrukturen, hat dieses kommunale Instrument einerseits Einflüsse auf den Wert betroffener Leerstandimmobilien (Verkaufs- bzw. Abrissdruck), andererseits kann durch Anwendung von Vermeidungsstrategien durch betroffene Bürger die Notwendigkeit des Ausbaus kommunaler Infrastrukturen in Ver- und Entsorgung entfallen. Über Beispielrechnungen, exemplarische Szenarien und graphische Visualisierungen sollen kommunalen Entscheidungsträgern Entscheidungshilfen an die Hand gegeben werden, die zur Verfügung stehenden Werkzeuge auszunutzen.

d) Der ländliche Raum kann nur dann in Konkurrenz mit urbanen Strukturen existieren, wenn ähnliche oder bessere Kostenstrukturen zu erkennen sind. Kostenunterschiede existieren vor allem im Bereich Immobilien, Mobilität, Energie und Kosten für die Daseinsvorsorge, wie Wasser, Abwasser, Strom sowie Straßeninfrastruktur. Aufgrund sinkender Einwohnerzahlen bei gleicher Flächenversorgung werden die Kosten der jeweiligen Ver- und Entsorger steigen, da die Kosten nach KAG kostendeckend erhoben werden müssen. Um hier Generationengerechtigkeit zu erzielen sollen Methoden demographisch degressiver Beiträge und Gebühren für den Investitionsanteil kommunaler Ver- und Entsorger entwickelt und diskutiert werden.

Schlagworte

Daseinsvorsorge, Demographie, Lebenskosten, ÖPNV

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Lothar Koppers

Prof. Dr.-Ing. Lothar Koppers

Hochschule Anhalt

FB 3: Architektur, Facility Management und Geoinformation

Bernburger Straße 55

06366

Köthen (Anhalt)

Tel.+49 340 51971620

Fax:+49 340 51973733

l.koppers(at)afg.hs-anhalt.de

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