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Bezeugen und zuhören. Traumanarrative in den postjugoslawischen Literaturen
Projektleiter:
Finanzierung:
Haushalt;
Zeitgenössische Erzähltexte aus Bosnien-Hercegovina, Kroatien und Serbien werden im Rahmen des Projekts dahingehend befragt, ob und wie traumatische Kriegserfahrungen erinnerbar und erzählbar sind, bzw. - aus einer Gedächtnispflicht heraus - erinnert und erzählt werden müssen. Die Schlüsselfragen an die Texte, die das Verhältnis von Opfer und Täter im Spiegel des Traumas definieren und brechen, lauten: Wer erzählt wie? Wer kann oder darf nicht erzählen, was als wahr erkannt wird? Weshalb sind bestimmte Dinge unaussprechbar und warum werden andere verschwiegen? Anknüpfend an letztgenannten Punkt der Verweigerung bzw. des Verschweigens soll die explizite oder implizite Diskussion des Unsagbarkeitstopos in den literarischen Texten einschließlich seiner Berührungspunkte zur Literatur über die Shoah sowohl in literaturtheoretischer als auch intertextueller Hinsicht einen konkreten Untersuchungsschwerpunkt darstellen.

Mittels Verknüpfung von psychotherapeutischen Ansätzen der Traumaverarbeitung mit Ansätzen der klassischen Narratologie wird eine Narratologie des Traumas entwickelt, durch die narratologische Befunde, z.B. der Einsatz mehrerer Erzählstimmen, auf in den Texten direkt oder indirekt zur Sprache kommenden Traumata bezogen werden können. Der Fokus liegt auf narrativen Strategien (den spezifischen Einsatz von Stimme und Perspektive bspw.) durch das den Heldinnen und Helden, die nicht erzählen oder sprechen können bzw. denen das nicht erlaubt ist, ermöglicht wird, dennoch zu sprechen.
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