RedMAN - Reduktion von Manganemissionen beim MAG-Schweißen von unlegiertem Baustahl durch In-Situ-Entwicklung Mn-reduzierter Legierungskonzepte
Projektleiter:
Finanzierung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie;
In den letzten Jahren wurden für das Schweißen/Schneiden die Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) und Beurteilungsmaßstäbe, insbesondere für krebserzeugende Metalle und ihre Verbindungen, erheblich abgesenkt oder neu abgeleitet. Beim Lichtbogenschweißen mit un-/niedriglegierten Schweißzusatz-werkstoffen entfaltet Mangan die größte Gefährdungswirkung. Manganoxid, als toxisch eingestufte Leitkomponente, kann beim Auftreten in hohen Konzentrationen Schleimhautreizungen hervorrufen und zu Lungenentzündungen führen. Bei chronischer Einwirkung besteht der Verdacht auf eine Schädigung des Nervensystems (auch als Manganismus bezeichnet, ähnlich Parkinson). Die Unternehmen des Stahlbausektor stehen daher vor großen Herausforderungen bei der Einhaltung der neuen arbeitsplatzbezogenen Schweißrauchgrenzwerte. Eine Reduktion der Manganemissionen direkt an der Entstehungsquelle, wie im Projekt angestrebt, wäre wirtschaftlich nachhaltiger, als immer wiederkehrende Neuinvestitionen in Lüftungs- und Absaugtechnik. Im Fokus des Projektes steht daher die Reduzierung von Manganemissionen durch Ent- bzw. Weiterentwicklung alternativer Mn-reduzierter Legierungskonzepte zum MAG-Schweißen. Hierfür wird eine In-Situ-Legierungsentwicklung in Verbindung mit einer Induktionsschmelzanlage genutzt, mit der Proben unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung unter der Prämisse sehr geringer Mn-Gehalte erzeugt und geprüft werden. Die erzeugten Proben werden metallographisch und mechanisch-technologisch untersucht. Hinzu kommen Untersuchungen zur Erstarrungsrissanfälligkeit und die Bestimmung von SZTU-Schaubildern für aussichtsreiche Legierungskonzepte.
Die Ergebnisse schaffen die Grundlagen zur späteren Herstellung manganarmer Drahtelektroden, die ein Einhalten der AGW ermöglichen und die die mechanisch-technologischen Mindestanforderungen an unlegierte ferritische Schweißgüter erfüllen sollen.
Die Ergebnisse schaffen die Grundlagen zur späteren Herstellung manganarmer Drahtelektroden, die ein Einhalten der AGW ermöglichen und die die mechanisch-technologischen Mindestanforderungen an unlegierte ferritische Schweißgüter erfüllen sollen.
Kontakt
Dr.-Ing. Manuela Zinke
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Werkstoffe, Technologien und Mechanik
Universitätsplatz 2
39106
Magdeburg
Tel.:+49 391 6758513
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