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Epigenetische Programmierung von frühkindlichem Stress auf die Stressreaktion im Erwachsenenalter: die Rolle von NPY-Rezeptoren als Mediator von psychischer Gesundheit und Krankheit
Projektbearbeiter:
Dr. Derya Kocamaz, Prof. Dr. Anna Katharina Braun
Finanzierung:
Haushalt;
Frühkindliche Benachteiligung und frühkindlicher Stress (ELS) stellen wesentliche Risikofaktoren dar, die zur Entstehung verschiedener psychiatrischer Störungen beitragen, die in der Pubertät und im Erwachsenenalter auftreten. Die überwiegende Mehrheit der Tierstudien zu ELA hat die Auswirkungen einer einzelnen kurzen oder chronischen Stressepisode während definierter Entwicklungsfenster untersucht. Im „normalen“ Leben „sammeln“ Menschen jedoch im Laufe ihres Lebens zahlreiche Erfahrungen mit Stress, Traumata und Vernachlässigung. Anhand eines Tiermodells mit aufeinanderfolgender Stressexposition (neonatal, periadolescent, im Erwachsenenalter) bei Mäusen gehen wir folgenden Fragen nach: Sammeln sich aufeinanderfolgende Stressoren während kritischer Entwicklungsphasen an, verstärken sie ihre Wirkungen und erhöhen dadurch das Risiko für die Entwicklung psychischer Störungen? Oder können aufeinanderfolgende ELS-Episoden adaptive neuronale und Verhaltensänderungen induzieren, die ein Individuum gegenüber einer widrigen Umgebung im späteren Leben widerstandsfähig machen? Wir stellen die Hypothese auf, dass ELS die Expression von NPY-Rezeptoren in limbischen und präfrontalen Hirnarealen über epigenetische Mechanismen programmieren und dadurch die Stressreaktion in späteren Lebensphasen beeinflussen kann. Daher werden wir epigenetische Veränderungen (DNA-Methylierung, Histonmodifikationen) an den Promotorregionen von NPY-Rezeptoren untersuchen, die Veränderungen der Genexpression als Reaktion auf eine einzelne oder aufeinanderfolgende Stressexposition beeinflussen könnten. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Projekts liegt auf potenziellen geschlechtsspezifischen Unterschieden in Anfälligkeit und Resilienz.
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