Epigenetische Histonmodifikationen in einem Tiermodell für Depression: Chromatin-Remodelling nach frühen Stresserfahrungen
Projektleiter:
Projektbearbeiter:
apl. Prof. Dr. habil. Jörg Bock
Finanzierung:
Bund;
Das übergeordnete Ziel dieses Projekts besteht darin, die epigenetischen und molekularen Mechanismen aufzudecken, die den durch perinatalen Stress ausgelösten Veränderungen der dendritischen und synaptischen Reifung in präfrontalen und limbischen Hirnregionen zugrunde liegen; davon wird angenommen, dass diese das neuronale Substrat für stressbedingte Verhaltensstörungen wie Angstzustände und Depressionen darstellen. Wir werden die Hypothese überprüfen, dass pränatale Stresseinwirkung eine Chromatin-Umgestaltung induziert, einschließlich Veränderungen der Histonacetylierung, von denen angenommen wird, dass sie sowohl bei der Ätiologie als auch bei der Behandlung von Depressionen eine Schlüsselrolle spielen. Wir werden uns auf epigenetische Modifikationen konzentrieren, die insbesondere die Genexpression und die Synthese von synaptischen und zytoskelettalen Proteinen beeinflussen, die als Vermittler der stressinduzierten dendritischen und synaptischen Veränderungen im präfrontalen Kortex, im Hippocampus und in der Amygdala in Frage kommen. Da viele der mit pränatalem Stress assoziierten psychischen Störungen eine geschlechtsspezifische Prägung aufweisen, wird die molekulare Analyse der Entstehung geschlechtsspezifischer Anfälligkeit unser mechanistisches Verständnis verbessern und zur Identifizierung neuer Ziele für die Entwicklung von Schutz- und Therapiestrategien führen. Ein weiteres Ziel ist daher die Identifizierung geschlechtsspezifischer Unterschiede im Chromatin-Remodeling als Reaktion auf pränatalen Stress, von denen wir annehmen, dass sie den zuvor beobachteten stressinduzierten geschlechtsspezifischen Verhaltens-, molekularen, dendritischen und synaptischen Veränderungen zugrunde liegen.
Schlagworte
depression, epigenetic, histone, neuronal development, stress
Kooperationen im Projekt
Kontakt
Prof. Dr. Anna Katharina Braun
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Naturwissenschaften
Leipziger Straße 44
39120
Magdeburg
Tel.:+49 391 6755001
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