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Vegetations- und populationsökologische Untersuchungen zur nachhaltigen Entwicklung der Biodiversität in xerothermen Vegetationskomplexen
Finanzierung:
Haushalt;
Das Vorhaben beschäftigt sich mit der Auswirkung von Nutzungsänderungen auf die Struktur xerothermer Vegetationseinheiten in der Porphyrkuppenlandschaft bei Halle und verfolgt das Ziel, methodische Grundlagen zur Quantifierung und Bewertung zu entwickeln. Dies soll vor allem für Prognosen zur Bestandsentwicklung und der Bewertung von Managementvorhaben in FFH-Gebieten dienen. Dabei steht die nachhaltige Entwicklung von Trocken- und Halbtrockenrasen als kulturhistorisches Dokument im Mittelpunkt.Durch das Anlegen von Dauerflächen in verschiedenen Pflanzengesellschaften unterschiedlichen Hemerobiegrades, die jeweils unterschiedlichen Bewirtschaftungsregimen (Beweidung, Mahd) unterzogen werden, soll geprüft werden, ob, inwieweit und mit welchen Managementmaßnahmen artenarme Dominanzbestände in artenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen überführt werden können bzw. ob Mahd als Ersatzstrategie für Beweidung dienen kann. Die Analyse der Gehölzsukzession dient zur Beurteilung der Gefährdung der wertvollen Xerothermrasen durch Flächenverluste bzw. Standortsveränderungen. Begleitend dazu sind naturschutzrelevante, populationsbiologische Untersuchungen zu den Ursachen des Rückganges gefährdeter Arten geplant. Sowohl unter den häufigen als auch seltenen Arten sollen Indikatoren ermittelt werden, die Aussagen über die Qualität und Stabilität xerothermer Pflanzengesellschaften gestatten. Parallel zu diesen Untersuchungen soll ein Langzeitmonitoring der 11 wichtigsten Vegetationseinheiten begonnen werden, um die Auswirkungen von regionalen als auch globalwirksamen Veränderungen auf die Vegetationszusammensetzung zu dokumentieren.

Schlagworte

Biomonitoring, Halbtrockenrasen, Management, Populationsbiologie ausgewählter Arten, Sukzession, Trockenrasen, Zwergstrauchheiden
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