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Synthese langkettiger Bolaphospholipide und physiko-chemische Charakterisierung ihrer Aggregatstrukturen:
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Bipolare Phospholipide mit einer langen Alkylkette (C26-32) und zwei großen polaren Kopfgruppen bilden bei Kontakt mit Wasser auf Grund des hydrophoben Effektes 4-7 nm dicke Nano-Fibrillen, die zu einem neuartigen Hydrogel führen. Ungewöhnlich ist das Vorliegen von starren Alkylketten in den Nano-Fibrillen, welche bei höherer Temperatur bei gleichzeitigem "Kettenschmelzen" in Nanopartikel zerfallen. Ziel des Projektes ist es, durch gezielte Synthese von neuen Bolaphospholipiden die Stabilitätsgrenzen der Aggregate weiter auszuloten. Dabei soll zum einen die polare Gruppe funktionalisiert werden. Der Einbau von schwefelhaltigen Gruppen z.B. soll die Fixierung von Gold-Nanopartikeln ermöglichen, so dass lineare Anordnungen von Gold-Nanopartikeln mit besonderen elektro-optischen Eigenschaften erhalten werden. Die Einführung konjugierter Dreifachbindungen in die Alkylkette erlaubt es, den Faserzustand durch Polymerisierung zu fixieren und stabile Nanofasern bzw. Nanodrähte zu erhalten. Die Eigenschaften der Aggregate, die zum Teil temperatur- sowie pH-sensitive Hydrogele bilden, sollen anschließend durch rheologische und andere physikalisch-chemische Methoden aufgeklärt werden. Dazu sollen außerdem teildeuterierte Bolalipide für SANS-Untersuchungen und für die 2H-NMR-Spektroskopie zur Aufklärung von Struktur und Dynamik der Fasern synthetisiert werden.

Schlagworte

Bolalipide, Hydrogele, Nanofasern, Nanopartikel
Kontakt
Prof. Dr. Alfred Blume

Prof. Dr. Alfred Blume

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Naturwissenschaftliche Fakultät II

Institut für Chemie

Von-Danckelmann-Platz 4

06120

Halle (Saale)

Tel.+49 345 5525850

Fax:+49 345 5527157

alfred.blume(at)chemie.uni-halle.de

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