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Synthese von Glykosiden mit Lipidanker zur Untersuchung biologischer Erkennungsprozesse
Projektbearbeiter:
Matthias Schmidt
Finanzierung:
Haushalt;
Eine Reihe wichtiger Erkennungsprozesse in biologischen Systemen basieren auf spezifischen Wechselwirkungen von terminalen Kohlenhydratresten der Glykokonjugate mit Proteinen. Untersuchungen zu Interaktionen natürlicher Glykokonjugate (z.B. Sialyl LewisX) mit ihren Rezeptoren (z.B. E-Selektin) zeigen, dass unterschiedliche terminale Kohlenhydrate mit unterschiedlichen Abständen zwischen hydrophoben Bereich und Erkennungsdomäne verantwortlich sind für eine effiziente Liganden-Rezeptor-Bindung.Unsere Interesse gilt neuen Derivaten für die Darstellung polyantennärer Clusterglykolipide. Für die Synthese von Sialyl LewisX-Analoga wählen wir O-alkylierte Pentaerythritolderivate als Grundstruktur. Der selektive Schutz der 3 Hydroxylgruppen ermöglicht die Einführung verschiedener Kopfgruppen in Form von Zuckerderivaten mit oder ohne Ethylenglykolderivaten verschiedener Länge als Spacer, um verschiedene Bindungsepitope zu simulieren. Es wurden Neoglykokonjugate mit unterschiedlichem Glykosidierungsgrad (Mono-, Bis- und Trisglykoside) synthetisiert und mit 1H-NMR und ESI-MS charakterisiert. Biochemische Untersuchungen zeigen einen Anstieg der Bindungsaffinität (Concanavalin A) bei Glykokonjugaten mit zwei oder 3 terminalen Kopfgruppen (Clustereffekt). Weiterhin werden eine Reihe alternativer Reaktionen zur Darstellung von Clusterglykolipiden via Photoaddition von Thiolderivaten an 1-O-Allylglykoside entwickelt.

Schlagworte

Concanavalin A, Glykoside
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