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Militärische Tradition in den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften Soldatisches Selbstverständnis im Spiegel ihrer musealen Repräsentationen

Projektbearbeiter:
André Hertrich M.A.
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Fragt man nach der militärischen Tradition der Kaiserlichen Armee und der Kaiserlichen Marine in den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften, ergeben sich zwei sehr unterschiedliche Befunde. Nach offizieller Lesart gilt die Gründung der SDF in den 1950er Jahren als militärischer Neuanfang ohne jeglichen Bezug zur japanischen Militärgeschichte vor 1945. Betrachtet man jedoch die Historischen Museen der SDF ergibt sich ein ganz anderes Bild. Dort bezeugen Uni​formen, Fahnen oder Waffen der Kaiserlichen Armee die über siebzig​jährige kriegerische Geschichte des japanischen Militärs.
Als Erinnerungsorte verbinden diese historischen Sammlungen das japanische Nachkriegsmilitär über die Zäsur der Kriegsniederlage. Indem sie das Erbe der Kaiserliche Armee und Marine bewahren und überliefern, dienen sie der militärischen Traditionspflege in der SDF.
In meinem Forschungsvorhaben möchte ich mich auf der Frage nachgehen, welche Aspekte der japanischen Militärgeschichte in der SDF als bewahrungswürdig empfunden wird und wie die Wirkung der Tradition aussieht. Letztlich geht es um die Frage: Woraus rekurriert sich die Tradition der GSDF und was sagt dies aus über Akzeptanz oder Ablehnung bürgerlich-​demokratischer Werte der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte aus?

Schlagworte

Erinnerungskultur, Japan, Militärgeschichte

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