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Keonjhar: Ethnohistorie eines Kleinkönigtums in Nordorissa
Finanzierung:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ;
Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens, das auf einer wissenschaftlichen Kooperation von Vertretern zweier Fächer (Geschichte und Ethnologie) basierte, stand das Königtum von Keonjhar im Norden Orissas. Dabei wurden wesentliche soziale, kulturelle, politische, ökonomische und religiöse Dimensionen dieses "Dschungelkönigtums" erfasst und in ihren Zusammenhängen interpretiert. Die Untersuchungen konzentrierten sich aber vor allem auf die Beziehungen, die in diesem Königtum zwischen den tribalen Einwohnern und den Hindu-Königen und ihren Hindu-Untertanen herrschten. So konnte in diesen Bemühungen eine weitere Lücke in der Ethnohistorie Orissas geschlossen werden, aber auch Erkenntnisse zu weiterreichenden Problemstellungen erlangt werden: a) zur bisher nur wenig erforschten Beziehung Königtum-tribale Gruppen; b) zum zur Zeit vieldiskutierten Phänomen der "little kingdoms" in Indien, insbesondere zur (wenig erforschten) Unterkategorie "jungle kingdom" dieser politischen Einheit; c) zur religiösen Legitimation politischer Herrschaft. Feld- und Archivforschungen wurden von indischen Mitarbeitern des Projekts unter der Leitung von Prof. P.K. Nayak durchgeführt. Im Februar 2004 führten Schnepel und sein Kooperationspartner, Prof. Hermann Kulke vom Institut für Geschichte der Universität Kiel, gemeinsam Feld- und Archivforschungen in Keonjhar durch. Ein weiterer Mitarbeiter, Pandit M.M. Mishra, schrieb an einer Geschichte des Königtums auf Grundlage von Quellen im Königshaus.

Anmerkungen

Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Hermann Kulke, Institut für Geschichte, Kiel, und Prof. Dr. P.K. Nayak, Utkal University, Bhubaneswar, durchgeführt.

Schlagworte

Adivasis, Ethnohistorie, Indien, Orissa
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