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Filteroptimierung im Wasserwerk Colbitz mit dem Ziel der Minimierung des Partikeleintrages in das Versorgungsnetz
Finanzierung:
Stiftungen - Sonstige;
Trotz der sehr hochwertigen Trinkwasserqualität im Wasserwerk Colbitz besteht seitens der TWM GmbH ein ständiger Anspruch an eine Steigerung der Aufbereitungsqualität. Auch vor dem Hintergrund der zukünftigen Betriebssicherheit der Anlage erfolgt deshalb eine kontinuierliche Überprüfungen und Optimierungen der Anlagenverfahrenstechnik sowie der technologischen Einrichtungen. Aus diesem Grund wurden 2007 umfangreiche Partikelmessungen an der Filteranlage des Wasserwerkes durch die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH), Fachbereich Wasser- und Kreislaufwirtschaft, durchgeführt. Diese Untersuchungen ergaben, dass eine Optimierung der bereits seit 1968 betriebenen Filteranlage hinsichtlich der Partikelkonzentration im Filtrat sinnvoll ist.
Die kontinuierlich fortschreitende Veränderung der Filter durch Aufwuchs des Filtermaterials, bestehend aus Oxidschichten der entfernten Rohwasserinhaltsstoffe, hat Auswirkungen auf die Kornstruktur und -größe und somit auf Filtrationsmechanismen, wie Partikelabscheidegrad und Filterlaufzeiten. Mit Hilfe einer vergleichenden Überprüfung (Bohrproben) an vier ausgewählten Filtern des Wasserwerkes wurden Strukturbeschaffenheit, Korngrößenverteilung, Ungleichförmigkeitsgrad des Filtermaterials untersucht und deren bzw. dessen Einfluss auf Filtrationsmechanismen betrachtet.
Auf Grundlage der Ergebnisse dieser im Juli 2008 abgeschlossenen Untersuchungen an den Großfiltern des Wasserwerkes werden derzeit in einer halbtechnischen Versuchsanlage verschiedene Filtermaterialien (Art und Körnung) und Betriebszustände (Filtergeschwindigkeit etc.) variiert und Versuche zur möglichen Erhöhung der Filterleistung sowie Minimierung der Rückspülwassermenge durchgeführt. Die Vorort-Aufstellung und Dimensionierung der Versuchsfilteranlage (Durchmesser 500mm, max. Filterbetthöhe 2000mm bei Überstau von 700mm) lässt die Simulation von Betriebszuständen zu, die den Gegebenheiten der Praxis entsprechen. Somit sind die gewonnenen Ergebnisse direkt auf die Großfilter übertragbar. Erfasst werden, neben Differenzdrücken (in verschiedenen Filterbetthöhen), chemischen Parametern und der Trübung, auch die Entwicklung der Partikelzahlen über die jeweiligen Filterlaufzeiten. Ziel dieser halbtechnischen Versuche ist es, ein aus aufbereitungstechnischer und ökonomischer Sicht möglichst optimales Filtermaterial und Betriebsregime für die Filteranlage im WW Colbitz zu finden.

Schlagworte

Filtration, Partikel, Trinkwasser, Versuchsfilter, Wasseraufbereitung
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