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Energieunternehmen zwischen Marktlogik und öffentlichem Grundversorgungsauftrag. Die sozialpolitische Bedeutung von Energieunternehmen im Kontext europäischer Liberalisierungspolitik im deutsch-britischen Vergleich.
Projektbearbeiter:
Martin Kunze
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die sozialpolitische Rolle privatgewerblicher Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung im deutsch-britischen Vergleich. Vor dem Hintergrund zunehmender Risiken gesellschaftlicher Exklusion soll die sozialpolitische Bedeutung und Rolle von Unternehmen im Bereich der öffentlichen Energiegrundversorgung untersucht werden. Der Zugang und die Verfügbarkeit über Energie ist in modernen Gesellschaften Grundvoraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Unter den Bedingungen der europäischen Marktliberalisierung erfolgt die konkrete Leistungserbringung im Bereich der öffentlichen Grundversorgung verstärkt durch privatwirtschaftliche Unternehmen, wobei Spannungen zwischen der wirtschaftlichen Logik der Profitmaximierung (Marktlogik) und der gesellschaftlichen Logik der sozialen Inklusion entstehen. In dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt sollen eine Politikfeldanalyse der öffentlichen Grundversorgung durchgeführt und Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Großbritannien in Form organisationsbezogener Fallstudien untersucht und systematisch verglichen werden. Von besonderem Interesse ist insofern, wie Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung vor dem Hintergrund verschiedener nationaler Wohlfahrtsregimetypen und einer europäischen Politik der Marktliberalisierung mit sozialpolitischen Problemen konfrontiert werden, mit welchen Ideen, Deutungen und Strategien darauf reagieren und welche Konsequenzen sich daraus für öffentliche Grundversorgung ergeben.

Schlagworte

Corporate Social Responsibility, Unternehmen
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