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Die Auswirkung von Verstädterung auf die Grundwasserqualität und das Grundwasserdargebot im Küstenebenen-Aquifer (Israel)

Projektleiter:
Projektbearbeiter:
Stefanie Berner
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Der Küstenebenen-Aquifer ist die wichtigste Wasserressource von Israel, da aus ihn ca. 25% des Jahreswasserverbrauch des Staates gefördert werden und durch seine große potentielle Wasserspeicherkapazität Versorgungsprobleme in Dürrejahren überbrückt werden können. Ebenso wie die intensive Nutzung des Aquifers, hat auch die andauernde Verunreinigung durch Haus- und Industrieabfall sowie durch Agrochemikalien zu einer Verschlechterung der Wasserqualität geführt. Die fortschreitende Verstädterung der Küstenebene im letzten Jahrzehnt hat die ländlich geprägten bewirtschafteten und brach liegende Flächen reduziert, die dem Aquifer als natürliche Grundwasserneubildungsgebiete dienen. Man erwartet, daß der erhöhte, für Stadtgebiete charakteristische Oberflächenwasserabfluß (im Vergleich zu den bewirtschafteten und naturnahen Flächen), die jährliche Grundwasserneubildung im Aquifer reduziert. Folglich befürchtet man, daß sich das jährlich verfügbare Wasservolumen verringert, und das zu einer Zeit in der steigende Wasserknappheit und erhöhte Nachfrage zunehmend bedrückend werden. Man nimmt an (obwohl es bisher nicht bewiesen ist), daß die Wasserqualität, aus der Versickerung in unbewirtschafteten Flächen beträchtlich besser ist als die aus Stadtgebieten. Wenn diese Annahme wahr ist, müßte die reduzierte Wassermenge, die den Aquifer in der Küstenebene auffüllt, auch eine geringere Qualität haben, wobei sowohl das Wasserdargebot als auch die Wassergüte des Aquifers negativ beeinflußt werden. Das Forschungsprojekt hat zum Ziel die Auswirkung von Verstädterung auf die Quantität und Qualität von neu gebildetem Grundwasser in dem Küstenebenen-Aquifer zu erfassen. Die Untersuchungen werden in zwei verschiedenen Gebieten durchgeführt, die sowohl eine typische städtische (Wohnstandorte und Industriestandorte) als auch eine ländliche Nutzung repräsentieren. Es sollen (1) der von Regenereignissen erzeugte Wasserabfluß und Versickerung mit Niederschlagsmeßstellen und Grundwasserpegeln gemessen; (2) die Wasserqualität in den untersuchten Kompartimenten (Oberflächen-, Sicker-, Grundwasser) als eine Funktion der verschiedenen Landnutzungen bestimmt werden. Die Ergebnisse werden (1) als Eingabe für ein Modell benutzt, das eine Voraussage der Auswirkung von Verstädterung auf dem Küstenebenen-Aquifer ermöglichen wird, um (2) das Potential der Wiederverwendung von Oberflächenabfluß aus städtischen Gebieten abzuschätzen, der in der Untersuchungsregion ca. 150-200 x 106 m3/a beträgt.

Schlagworte

Grundwasser, Grundwasserqualität, Israel, Küstenebenen, Verstädterung, groundwater, groundwater quality, urbanisation

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