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Anwendung von kolloidaler Aktivkohle zur In-situ Grundwassersanierung
Projektbearbeiter:
Dr. rer. nat. Anett Georgi, Dipl. Chem. Ariette Schierz
Finanzierung:
Bund;
Das Konzept verfolgt die Errichtung einer reaktiven Barriere in-situ im Aquifer durch Einspülung und Immobilisierung von kolloidaler Aktivkohle. Ein weit verbreitetes und bewährtes Sorbens des technischen Umweltschutzes, Aktivkohle, wird dabei quasi löslich gemacht. Der innovative Gedanke liegt in der Verknüpfung der hervorragenden Adsorptionseigenschaften von Aktivkohle mit den Vorteilen von einspülbaren Reagenzien. Vorversuche haben gezeigt, dass das Transportverhalten der Aktivkohle-Kolloide in Sedimentsäulen durch Variation des Salzgehaltes des wässrigen Fließmediums (Grundwasser) in weiten Bereichen steuerbar ist. Die Errichtung der Barriere könnte beispielsweise dadurch erfolgen, dass kolloidale Aktivkohle in Form einer Suspension in deionisiertem Wasser in den Aquifer injiziert und dort mit dem Grundwasser tritt eine Immobilisierung der Aktivkohle auf dem Aquifersediment ein. Dabei entsteht eine mit Aktivkohle angereicherte Aquiferzone, die als effektive Sorptionsbarriere wirkt. Darüber hinaus soll die Arbeit Erkenntnisse zum Verständnis und zur Steuerung von Kolloidpartikeln im Aquifer liefern.

Schlagworte

Aktivkohle, Grundwassersanierung, carbon, groundwater, in-situ, kolloidal
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