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Altersabhängige Änderungen im circadianen System
Finanzierung:
Haushalt;
Circadiane Rhythmen sind eine wesentliche Komponente der Zeitordnung lebender Systeme. Die adäquate Einordnung in die Umweltperiodizitäten gewährleistet die äußere Ordnung, physiologische Phasenbeziehungen zwischen Rhythmen verschiedener Funktionen gewährleisten die innere Ordnung. Dies ist essentiell für eine optimale Funktionsfähigkeit und in seiner Bedeutung vergleichbar mit der räumlichen Ordnung. Im Verlaufe des Alterns bricht das circadiane System schrittweise zusammen. Ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen ist nicht nur von theoretischem Interesse sondern von großer praktischer Bedeutung für eine gezielte Behandlung. Die bisher vorliegenden Ergebnisse von Labormäusen werden durch Untersuchungen an anderen Säugerspezies ergänzt. Dabei steht die Formulierung allgemeinbiologischer Phänomene/Gesetzmäßigkeiten im Vordergrund. Es geht aber auch um die Aufdeckung artspezifischer Besonderheiten und ihre Ursachen, ausgehend von Lebensraum und Lebensweise der Tiere.Vergleichende Untersuchungen beim Menschen, in Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. D.G. Gubin von der Tyumener Staatlichen Medizinischen Akademie (Tyumen, Russland), haben vor allem zum Ziel, die Konsequenzen alternsbedingter Änderungen im circadianen System zu minimieren. Die innere Uhr ist sehr robust und bis ins hohe Alter funktionsfähig. Beeinträchtigt ist demgegenüber vor allem die Synchronisationsfähigkeit mit der periodischen Umwelt, was neben externen auch zu internen Desynchronisationserscheinungen führt. Eine Stabilisierung soll über zusätzliche Zeitgeber, Verstärkung von Rückkopplungseffekten aber auch pharmakologisch, z. b. mittels gezielter Melatoningaben, erreicht werden.

Schlagworte

Alter, Chronobiologie, circadianes System
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