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Gehirn-inspirierte Nutzung effizienter Shortcuts in der Künstlichen Intelligenz (BRAINS) – Teilprojekt Validierung der Hypothese zum Gewohnheitslernen
Projektbearbeiter:
Dr. Lieneke Janssen
Finanzierung:
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt;
Gehirn-inspirierte Nutzung effizienter Shortcuts in der Künstlichen Intelligenz (BRAINS) – Teilprojekt Validierung der Hypothese zum Gewohnheitslernen
In enger Zusammenarbeit zwischen der TU Chemnitz (TUC) und der OVGU Magdeburg verfolgen wir das Ziel, eine Lösung für die Rechen- und Energieeffizienz in großen modularen neuronalen Transformer-Netzen zu finden, inspiriert von der bemerkenswerten Fähigkeit des Gehirns zum Erlernen von Gewohnheiten. Obwohl die zugrunde liegenden Mechanismen der Gewohnheitsbildung und -ausführung nach wie vor umstritten sind, schlagen wir vor, dass gewohnheitsmäßige Handlungen durch trainierte Abkürzungsverbindungen (Shortcuts) zwischen Kortex und Basalganglienschleifen entstehen, die Handlungen automatisieren und den Rechenaufwand verringern. Zum Nachweis dieser Hypothese setzen wir auf einen innovativen, modellbasierten Ansatz zur Re-Analyse vorhandener Gehirnscans. Dieser Teil der Arbeit wird von der OVGU geleitet und stützt sich auf das umfassende neuroinformatische Modellierungswissen der TUC. Die gemeinsame Arbeit wird uns beim Entwurf und der Implementierung von Shortcut-ähnlichen Konzepten in neuronalen Transformer-Netzen als Teil eines NeuroAI-Modells des Verstärkungslernens leiten, das von der TUC entwickelt wird. Wir gehen davon aus, dass diese Shortcut-ähnlichen Konzepte die Bearbeitung routinierter Aufgaben mit deutlich geringerem Rechenaufwand ermöglichen und dadurch den Energieverbrauch erheblich senken, ohne die Flexibilität einzuschränken. Das entwickelte Transformer-basierte NeuroAI-Modell wird hinsichtlich Leistung und Energieverbrauch anhand etablierter ML-Benchmarks getestet und mit der kognitiven Flexibilität von Menschen verglichen, die eine Navigationsaufgabe in der virtuellen Realität durchführen. Zusammenfassend überträgt unsere enge Zusammenarbeit Konzepte aus der Neurowissenschaft der Gewohnheiten auf das Design neuartiger modularer NeuroAI-Modelle.
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