« Projekte
Zum Zusammenhang von Gruppenkohäsion und Leistung in Sportspielmannschaften
Projektbearbeiter:
apl. Prof. Dr. Andreas Lau
Finanzierung:
Haushalt;
Die zentrale Frage dieses Forschungsprojekts ist inwieweit Gruppenkohäsion in Sportspielmannschaften einen Zusammenhang mit dem sportlichen Erfolg aufweisen. Sollte diese Frage positiv beantwortet werden, ist die Entwicklung einer Team-Building-Intervention geplant, die in einem dritten Schritt evaluiert werden soll. Hierzu sind einige Pilotstudien durchgeführt worden. Bisheriger Projektverlauf: Es wird von einem sozial-motivationalen Verhaltensmodell (Wilhelm, 1999) ausgegangen, das Gruppenkohäsion sowohl aufgaben- als auch sozialbezogen in den Dimensionen der Gruppenintegration und der Gruppenattraktivität definiert. Dabei wird der aufgabenbezogenen Gruppenattraktivität (ATG-T) eine besondere Rolle zugewiesen. So postuliert Wilhelm, dass ATG-T eine leistungsprognostische Funktion erfüllt. In einer ersten Studie wurde die Gruppenkohäsion an drei altersheterogenen Eishockey-mannschaften (U16, U20, Erwachsene) erfasst. Dabei fällt auf, dass die beiden Jugendmannschaften relativ schwache Kohäsionsausprägungen zeigen und sich nur in der Subdimension der sozialen Gruppenintegration unterscheiden. Die Kohäsionsstärke scheint mit zunehmenden Alter der Spieler an Bedeutung zu gewinnen. In einer zweiten Studie an fünf Mannschaften der DEB-Landesliga, Klasse Ost wurde zusätzlich zu den Kohäsionsdaten eine Leistungsvariable (in Form des Tabellenstands zum Zeitpunkt der Erhebung) berücksichtigt. Eine Diskriminanzanalyse bestätigt die leistungsprognostische Funktion von ATG-T für diese Pilotstudie. Aufgrund von Problemen in der vorliegenden Psychodiagnostik wurde dann im Jahr 2002 ein neues Messinstrument zur Erfassung der Gruppenkohäsion in Spielsportarten entwickelt und validiert.

Schlagworte

Gruppenkohäsion, Sportpsychologie, Sportspiele

Publikationen

2008
Die Daten werden geladen ...
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...