« Projekte
Zugang zur stationären Kinderrehabilitation: Barrieren und Potentiale - eine Projektsysthese mit Handlungsleitfäden für die Praxis (KIREZ plus)
Finanzierung:
Fördergeber - Sonstige;
Sinkende Antragszahlen im Bereich der stationären Kinderrehabilitation in den letzten Jahren deuten auf eine Zugangsproblematik in diesem Versorgungsbereich hin. Ergebnisse aus der Erwachsenenrehabilitation zeigen, dass Ärzte als zentrale Akteure im Zuweisungs- und Antragsverfahren von medizinischen Rehabilitationsmaßnahmen mit verschiedenen Problemlagen konfrontiert sind. Inwieweit dies auch auf den Bereich der stationären Kinderrehabilitation zutrifft, ist bislang nicht explizit untersucht. Ziel des Projektes ist es daher, Probleme und Handlungsbarrieren zum Rehabilitationsverfahren bei der DRV Mitteldeutschland (bzgl. Bedarfserkennung, Antrags-und Bewilligungsverfahren) aus Arztperspektive zu identifizieren, daran anknüpfend Perspektiven zur Verringerung dieser Barrieren zu erarbeiten und in adressaten-gerechte Medien umzusetzen. Die empirische Datenerhebung erfolgt mittels leitfadengestützter Fokusgruppen mit niedergelassenen Kinder(fach)- und Jugend(fach)ärzten sowie Allgemeinmediziner aus Mitteldeutschland. Das gewählte qualitative Forschungsdesign ermöglicht es, bestehende Problemkonstellationen im Prozess der Reha-Bedarfserkennung und Reha-Zuweisung aus Sicht der befragten Experten zu rekonstruieren und darauf bezogen Optimierungspotenziale zu erarbeiten. Diese sollen in Rückkopplung mit einem Steuerkreis der DRV Mitteldeutschland in adressatengerechte Medien umgesetzt werden, mit dem Ziel eine trägerorientierte Einbindung der Ärzte in das Zuweisungsverfahrens zur stationären Kinderrehabilitation künftig zu fördern und bestehende Zugangsbarrieren abzubauen. Dies trägt dazu bei, eine effektive und effiziente Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher in Mitteldeutschland sicherzustellen.
Gegenstand des Projektes ist die Weiterentwicklung und Verbesserung der Einbindung niedergelassener Haus- und spezialisierter Fachärzte in den Prozess der Reha-Bedarfserkennung und den Rehabilitationszugang erwerbsfähiger Personen. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen ist die rechtzeitige, bedarfsgerechte und Reha-zielgerichtete Initiierung von Rehabilitationsleistungen unter Berücksichtigung der individuellen Ressourcen der Patienten wesentlich für deren Effektivität. Als zentrale Akteure in der ambulanten Versorgung und „gatekeeper“ zu rehabilitativen Versorgungsangeboten erfüllen sowohl Hausärzte als auch spezialisierte Fachärzte besondere Aufgaben. Jedoch sind eine Vielzahl an Problembereichen und Hürden im Kontext ärztlicher Versorgung bekannt (Vorbehalte, Wissensdefizite, geringe Motivation etc.). Aufbauend auf Interviews mit 30 in Mitteldeutschland niedergelassenen Hausärzten sowie 15 Rheumatologen und unter Einbeziehung sozialmedizinischer Gutachter der DRV Mitteldeutschland ist das Ziel dieser qualitativen Studie, Optimierungspotenziale des Reha-Zugangs aufzudecken, Perspektiven zur Verringerung der (wahrgenommenen) Barrieren zu erarbeiten und somit eine bedarfsgerechte rehabilitative Versorgung zu unterstützen. Damit soll eine Fokussierung auf Reha-Bedürftige mit dem Ziel des Erhalts der Erwerbsfähigkeit sowie der Vermeidung oder Verzögerung von Frühberentung infolge gesundheitlicher Beeinträchtigungen erreicht werden.

Schlagworte

Kinderrehabilitation
Kontakt

weitere Projekte

Die Daten werden geladen ...